Innsbrucker Forscher untersuchen, wie das Stadtleben die Amsel verändert

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Universität Innsbruck untersucht städtischen Einfluss auf Amseln

Ein Forschungsteam der Universität Innsbruck analysiert, wie das städtische Umfeld Amseln genetisch und körperlich beeinflusst. Dazu sollen an 50 Standorten in Innsbruck rund 250 Vögel eingefangen und untersucht werden.

Methodik und Untersuchungsgebiet

Das Untersuchungsgebiet wurde anhand von Luftbildern nach dem Grad des menschlichen Einflusses in zehn Stufen eingeteilt. Für jede Stufe wurden fünf Flächen ausgewählt, an denen jeweils fünf Amseln gefangen werden sollen. Zum Einsatz kommen dabei Japannetze als standardisierte Methode.

An den gefangenen Tieren werden Schnabellänge, Fußwurzel, verschiedene Flügelmaße und Gewicht gemessen. Über eine Feder lassen sich mittels PCR-Methode genetische Merkmale nachweisen. Isotopenwerte sollen zudem Aufschluss über das Ernährungsverhalten der Vögel geben.

Hintergrund und Projektbeteiligte

Die Amsel gilt als Kulturfolger: Ursprünglich vor allem in Wäldern beheimatet, hat sie menschliche Siedlungsräume besiedelt. Eine frühere Studie zur Gartenkreuzspinne hatte gezeigt, dass die genetische Vielfalt sinkt, wenn der menschliche Einfluss steigt. Untersuchungen zur Ernährung von Kohl- und Blaumeisen im Innsbrucker Stadtgebiet wiesen zudem weniger Spinnen, Raupen und andere Gliederfüßer nach als in weniger besiedelten Bereichen.

Das Projekt wird von Florian Steiner, Ökologe, und Birgit Schlick-Steiner, Leiterin des Instituts für Ökologie, geleitet. Beteiligt sind außerdem die Masterstudierenden Daniel Egger und Alina Wolfbauer sowie Marion Chatelain, Wissenschafterin am Institut für Zoologie der Universität Innsbruck.