Internationale Freiwillige pflegen seltene Trockenrasen in der Wachau

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Freiwillige pflegen seltene Trockenrasenflächen in der Wachau

In der Wachau haben internationale Freiwillige eine Woche lang Trockenrasengebiete gepflegt. Die sogenannten Wachau-Volunteers unterstützten dabei den Verein der Welterbegemeinden sowie die Alpenvereinsjugend bei Arbeiten in den Bezirken Krems und Melk.

Die Wachau gilt als eine der wertvollsten Natur- und Kulturlandschaften Österreichs. Die dortigen Trockenrasengebiete beherbergen zahlreiche seltene Pflanzen- und Tierarten, darunter die österreichische Lotwurz, die weltweit nur in der Wachau vorkommt, sowie Federgras, Kuhschelle und mehrere Orchideenarten. Auch gefährdete Tierarten wie Smaragdeidechse, große Sägeschrecke, Ziesel, Segelfalter, Schachbrettfalter, Neuntöter und Wiedehopf sind in der Region heimisch. Am Setzberg im Spitzer Graben wurden bislang 100 verschiedene Tagfalterarten und 300 unterschiedliche Pflanzenarten nachgewiesen.

Sieben Freiwillige aus vier Ländern im Einsatz

Insgesamt sieben internationale Freiwillige aus Ungarn, Österreich, England und Peru waren in dieser Woche im Einsatz. Sie arbeiteten unter anderem in Sankt Michael West, am Rossatzer Kreuzberg und am Sonnwendkogel im Bezirk Krems. In der Grimsinger Au im Bezirk Melk sowie auf einer Donau-Insel stand zudem die Eindämmung von Neophyten auf dem Programm – nicht heimischen Pflanzenarten, die sich zunehmend ausbreiten. Dazu zählen etwa die mit dem Bahnbau eingeschleppte Robinie, die heimischen Gehölzen und Insekten Lebensraum nimmt, sowie der Götterbaum, der sich durch den Klimawandel in Ostösterreich zunehmend ausbreitet.

Nach Angaben von Hannes Seehofer, Umweltexperte des Vereins der Welterbegemeinden Wachau, wurde in dieser Woche ein zehn Hektar großes Gebiet in schwierigster Lage gepflegt. Als langfristiges Ergebnis der bisherigen Einsätze nannte er die inzwischen wieder großflächige Ausbreitung des Federgrases. Die Wachau-Volunteers-Camps finden seit 16 Jahren statt.

Freizeitprogramm und Unterstützung durch Schafbeweidung

Die Freiwilligen erhalten für ihren Einsatz Kost und Logis frei. Die Alpenvereinsjugend und die Initiative der KLAR!Region organisieren zudem ein Freizeitprogramm, das gemeinsames Kochen, Heurigenbesuche, Kanufahrten und den Besuch einer Schmetterlingsfarm umfasst. Neben den Freiwilligen sind in der Wachau auch 230 Schafe im Einsatz, die weniger steile Flächen beweiden.

Andreas Nunzer, Obmann des Vereins der Welterbegemeinden Wachau, sowie die Umweltingenieurin Katharina Sandbichler begleiten die Arbeiten vor Ort. Unter den Teilnehmenden war auch Jonathan Felipe Tito Montufar aus Peru, der bereits zum zweiten Mal bei den Wachau-Volunteers dabei war, sowie die englische Freiwillige Molly Fionda.

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