Italienische Löschflugzeuge holen Wasser vom Weißensee für Waldbrände im Kanaltal

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Löschflugzeuge aus Italien holen auch am Sonntagvormittag Wasser vom Weißensee, um damit Waldbrände in der italienischen Grenzregion zu bekämpfen. Das Land Kärnten teilte am Samstag mit, dass die Maschinen von 8.00 bis 13.00 Uhr im Einsatz sein werden. In dieser Zeit darf ein Abschnitt in der Seemitte zwischen Mühlzipf und Paterzipf nicht genutzt werden, da dort das Löschwasser aufgenommen wird.

Wassernahme am Weißensee für Einsätze in Italien

Die italienischen Löschflugzeuge fliegen den Weißensee gezielt an, um dort Wasser für ihre Einsätze aufzunehmen. Betroffen sind Waldbrände im Kanaltal nahe Tolmezzo und Illegio sowie bei Chiusaforte. In den vergangenen beiden Tagen waren bereits zwei slowenische Flugzeuge im Einsatz, die ebenfalls zur Bekämpfung der Brände beigetragen haben.

Für die Wasseraufnahmen ist die Sperre eines Teilbereichs des Sees erforderlich. Betroffen ist der Abschnitt in der Seemitte zwischen Mühlzipf und Paterzipf, der während der Einsatzzeiten am Sonntagvormittag nicht genutzt werden darf. Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) äußerte sich zu dem Einsatz. An der Koordination sind Feuerwehr, Polizei und Wasserrettung ebenso beteiligt wie die Gemeinde Weißensee, das Land Kärnten und die Bezirkshauptmannschaft Spittal.

Löschwasserentnahme aus Seen bei Waldbränden

Bei größeren Waldbränden in Grenzregionen ist die Wasseraufnahme aus nahegelegenen Seen ein gängiges Verfahren, wenn Löschflugzeuge über keine ausreichenden Wasserreserven in unmittelbarer Nähe der Einsatzorte verfügen. Klare, tiefe Gewässer wie Alpenseen eignen sich dafür besonders, da die Flugzeuge in kurzer Zeit große Mengen Wasser aufnehmen können, ohne landen zu müssen. Die Maschinen setzen dabei typischerweise zu einem Tiefflug über der Wasseroberfläche an und füllen ihre Tanks während der Fahrt.

Solche Einsätze erfordern in der Regel eine enge Abstimmung zwischen den beteiligten Behörden und Organisationen mehrerer Staaten, insbesondere wenn Löschmittel über Landesgrenzen hinweg transportiert werden. Gewässer, die für solche Zwecke genutzt werden, müssen üblicherweise für die Dauer der Wasseraufnahmen für andere Nutzungen gesperrt werden, um Gefährdungen für Badegäste, Boote oder andere Wassernutzer auszuschließen. Diese Sperren sind meist zeitlich und räumlich begrenzt und enden, sobald der Einsatzbedarf nicht mehr besteht.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei Waldbränden ist in Alpenregionen keine Seltenheit, da Wetterlagen und Vegetationsbrände nicht an Landesgrenzen haltmachen. Nachbarstaaten unterstützen einander in solchen Situationen häufig mit Fluggerät, Personal oder Infrastruktur, wenn die eigenen Kapazitäten an ihre Grenzen stoßen oder eine schnellere Versorgung mit Löschwasser über einen anderen Standort möglich ist.