Kärnten schafft weitere freie Seezugänge an den Seen
Sechs Jahre nach dem Seen-Volksbegehren, das von fast 12.000 Kärntnerinnen und Kärntnern unterschrieben wurde, setzt das Land Kärnten die darin geforderten Maßnahmen weiter um. Im vergangenen Jahr wurden drei neue freie Seezugänge geschaffen.
Das Volksbegehren hatte den Erhalt und Ankauf von freien öffentlichen Seezugängen gefordert. Zuständig für die Umsetzung ist die Seeuferkommission unter der Leitung von Sandra Preiml.
Neuer Seezugang in Techelsberg
In Techelsberg am Wörthersee wurde im vergangenen Jahr ein neuer freier Seezugang mit 200 Quadratmetern Rasenfläche direkt am See errichtet. Aktuell stehen der Öffentlichkeit insgesamt 30 gesicherte freie Seezugänge zur Verfügung.
Finanziert werden die Zugänge über zweckgewidmete Gelder aus der Motorbootabgabe. Der Seeuferkommission stehen derzeit elf Millionen Euro zur Verfügung, von denen bereits 1,3 Millionen Euro investiert wurden. Ein Teil der Mittel floss auch in ökologische Maßnahmen.
Hohe Grundstückspreise erschweren Ankäufe
Vorschläge für neue Seezugänge kommen von Mitgliedern der Kommission, von Maklern, Gemeinden sowie aus der Bevölkerung. Die hohen Grundstückspreise an den Kärntner Seen erschweren jedoch Ankäufe. Nach Angaben von Preiml können deshalb nicht alle Vorschläge umgesetzt werden – ein infrage stehendes Seegrundstück hätte etwa 53 Millionen Euro gekostet.
Die freien Seezugänge verfügen über keine Sanitäranlagen und sind nicht für ganze Badetage konzipiert, sondern sollen kürzere Aufenthalte am See ermöglichen. Einen Überblick über alle freien Badeplätze in Kärnten bietet die Seenlandkarte des Landes im Internet.








