Die Karwendelbahn zwischen Innsbruck und Scharnitz wird von Samstag, 3. Oktober, bis Dienstag, 6. Oktober 2026, für vier Tage gesperrt. Grund sind Wartungsarbeiten der ÖBB, die in diesem Zeitraum unter anderem Oberleitungs- und Sicherungsanlagen kontrollieren. Für die Dauer der Sperre richten die ÖBB einen Ersatzverkehr mit Bussen ein.
Umfangreiches Wartungsprogramm entlang der Strecke
Während der viertägigen Sperre wird nicht nur die Oberleitung überprüft. Auch Unterbau, Mauern und Rohrdurchlässe entlang der Strecke werden auf ihre Funktion hin kontrolliert. Bei Bedarf tauschen die Arbeitskräfte einzelne Schienen aus. Zusätzlich sind Grünschnittarbeiten entlang der Gleise vorgesehen.
Konkrete Maßnahmen betreffen auch bestehende Eisenbahnkreuzungen: Sowohl am Bahnhof Seefeld als auch nahe der Haltestelle Gießenbach werden Instandsetzungsarbeiten an diesen Kreuzungen durchgeführt. Nach Angaben der ÖBB sollen sämtliche Arbeiten untertags stattfinden, Nachtarbeiten sind nicht vorgesehen.
Busse ersetzen den Zugverkehr
Für die Zeit der Streckensperre setzen die ÖBB Ersatzbusse ein. Bei einigen dieser Busse ist ein Fahrradtransport mit Anhänger möglich. Der Bahnhof Hochzirl wird während der Sperre mit einem Kleinbus angebunden, wobei an der Abzweigung Hochzirl ein Umstieg erforderlich ist.
114 Jahre Verbindung zwischen Seefelder Plateau und Innsbruck
Die Karwendelbahn verbindet seit 114 Jahren das Seefelder Plateau mit dem Großraum Innsbruck. Auf dem Abschnitt zwischen Innsbruck und der Staatsgrenze bei Scharnitz liegen 35 Tunnels, Galerien, Brücken und Viadukte. Nach Angaben der ÖBB machen das Alter dieser Bauwerke, die Witterungseinflüsse sowie der laufende Betrieb eine regelmäßige Wartung unumgänglich.
Strecken mit einer vergleichbar hohen Zahl an Kunstbauten wie Tunneln, Brücken und Stützmauern gelten im Bahnbetrieb grundsätzlich als besonders wartungsintensiv. Solche Bauwerke sind über Jahrzehnte hinweg Witterungseinflüssen wie Frost, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen ausgesetzt, die sich auf Materialien und Standsicherheit auswirken können. Um den sicheren Betrieb dauerhaft zu gewährleisten, werden Anlagen wie Oberleitungen, Sicherungstechnik und Unterbau in der Regel in wiederkehrenden Intervallen überprüft. Bündelte Sperrzeiten, wie sie auch bei der Karwendelbahn zum Einsatz kommen, ermöglichen es, mehrere Gewerke gleichzeitig abzuarbeiten und so die Einschränkungen für den laufenden Verkehr auf einen begrenzten Zeitraum zu konzentrieren.







