Bei Radfeld im Bezirk Kufstein ist in der Nacht auf Freitag ein Auto von der Inntalautobahn abgekommen, nachdem eine mitfahrende Katze den Lenker gekratzt und gebissen hatte. Der 57-jährige Fahrer war auf dem Weg nach Deutschland, als er nach dem Unfall verletzt aus seinem Fahrzeug befreit werden musste. Das Auto wurde dabei vollständig zerstört.
Katze löste Unfall auf der Inntalautobahn aus
Der 57-Jährige befand sich mit seinem Auto auf der Inntalautobahn in Richtung Deutschland. Auf dem Rücksitz fuhr seine Katze mit, angeleint in einem Korb. Während der Fahrt gab das Tier ungewöhnliche Geräusche von sich. Daraufhin nahm der Lenker der Katze die Leine ab.
Die Katze kratzte und biss den Mann anschließend. Durch die Reaktion auf die Verletzungen verriss der Fahrer das Lenkrad. Das Fahrzeug wurde um die eigene Achse geschleudert und stürzte in den Straßengraben.
Rettungskräfte befreiten den 57-Jährigen aus dem Wrack. Er erlitt leichte Verletzungen. Das Auto erlitt einen Totalschaden.
Die Katze flüchtete unmittelbar nach dem Unfall vom Unfallort. Die Freiwillige Feuerwehr Radfeld suchte noch in derselben Nacht mit einer Drohne nach dem Tier. Die Suche blieb ergebnislos. Bei der Katze handelt es sich um eine bengalische Zuchtkatze namens Lilly.
Tiere im Fahrzeuginnenraum als Risikofaktor
Grundsätzlich gelten frei im Fahrzeuginnenraum befindliche Tiere als potenzielle Gefahrenquelle für den Straßenverkehr. Unruhiges oder gestresstes Verhalten von Haustieren während der Fahrt kann Lenkerinnen und Lenker ablenken oder zu abrupten Reaktionen führen. Fachleute empfehlen deshalb üblicherweise, Tiere während der Fahrt in gesicherten Transportboxen unterzubringen, die im Fahrzeug fixiert sind, anstatt sie lediglich an einer Leine zu halten.
Eine Leine allein bietet in einem fahrenden Auto meist keinen ausreichenden Schutz vor plötzlichen Bewegungen des Tieres. Gerade Katzen reagieren auf ungewohnte Umgebungen, Geräusche oder Fahrbewegungen häufig mit Stress, was sich in Unruhe, Lautäußerungen oder Abwehrverhalten äußern kann. Bei längeren Fahrten, etwa über Landesgrenzen hinweg, raten Expertinnen und Experten zu regelmäßigen Pausen sowie zu einer möglichst reizarmen Gestaltung des Innenraums, um solche Stresssituationen zu vermeiden.
Entlaufene Haustiere nach Verkehrsunfällen stellen Einsatzkräfte regelmäßig vor besondere Herausforderungen. Da Tiere in unbekannter Umgebung oft orientierungslos und ängstlich reagieren, verstecken sie sich häufig in unzugänglichem Gelände oder entfernen sich rasch vom Unfallort. Suchmaßnahmen mit Drohnen, wie sie auch in diesem Fall zum Einsatz kamen, werden von Feuerwehren zunehmend genutzt, um größere Flächen in kurzer Zeit und bei Dunkelheit absuchen zu können.







