Freispruch nach Diebstahl eines Kiefer-Gemäldes in Wien
Ein 29-jähriger Rumäne ist vom Wiener Gericht freigesprochen worden. Ihm war vorgeworfen worden, ein Gemälde des Künstlers Anselm Kiefer aus einer Villa in Wien-Währing gestohlen zu haben. Das Urteil ist rechtskräftig.
Bei dem Kunstwerk handelt es sich um ein Werk mit dem Titel „Die Argonauten“, das ein Bleiflugzeug zeigt. Der Angeklagte gab an, zwischen Mai und Juni 2025 auf einer Baustelle in Währing gearbeitet zu haben. Das Bild habe er auf einem Haufen Holzlatten in einer Garage entdeckt und gedacht, es sei für den Müll bestimmt.
Wertschätzung per KI und Anfrage beim Dorotheum
Nach eigenen Angaben recherchierte der Mann zu Hause den Wert des Bildes und befragte dazu die KI ChatGPT. Diese gab eine Schätzung von 5.000 Euro aus. Daraufhin stellte der Angeklagte eine Anfrage beim Auktionshaus Dorotheum. Er sagte außerdem aus, er möge Flugzeuge, kenne sich aber nicht mit Kunst aus. Der 29-Jährige ist unbescholten und gestand die Tat.
Verjährung als Grundlage des Freispruchs
Die Anzeige war erst im April 2026 bei der Polizei eingegangen, der Abschlussbericht ging am 18. Mai an die Staatsanwaltschaft. Die Verjährungsfrist für einfachen Diebstahl beträgt ein Jahr. Der Richter begründete den Freispruch damit, dass die Verjährung möglicherweise bereits eingetreten sei. Er merkte zudem an, er habe Kollegen befragt und niemand habe geglaubt, dass das Bild mehr als 5.000 Euro wert sei – der Schwellenwert, ab dem ein Diebstahl als schwerer Diebstahl gilt.
Die Staatsanwaltschaft legte kein Rechtsmittel ein. Das Urteil ist damit rechtskräftig.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.







