Kleinflugzeug aus 163 Metern Tiefe im Attersee geborgen – Spezialtaucher sicherten Wrack mit zwei Toten

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Aus dem Attersee ist am Montag ein abgestürztes Kleinflugzeug geborgen worden. Zwei Spezialtaucher stiegen bei Steinbach am Attersee im Bezirk Vöcklabruck bis in 163 Meter Tiefe ab und befestigten innerhalb weniger Minuten eine Bergeleine am Wrack. Über eine Plattform auf dem See wurde das Flugzeug anschließend mit einer Seilwinde langsam nach oben gezogen und am frühen Nachmittag an Land gehoben.

Bergung nach tagelanger Vorbereitung

Der entscheidende Tauchgang begann gegen 10.00 Uhr. Die beiden Spezialtaucher erreichten das abgestürzte Flugzeug, das an einer der tiefsten Stellen des Attersees lag, innerhalb von 15 Minuten. Einer der beiden ist ein Oberösterreicher, der andere sein Tauchlehrer aus Deutschland. Angefordert wurden die beiden von der Wasserrettung, nachdem mehrere Versuche mit Tauchrobotern zuvor gescheitert waren. Landesleiter Gerald Berger von der Wasserrettung Oberösterreich sowie Markus Turm, einer der beiden Spezialtaucher, waren an dem Einsatz beteiligt.

Die Vorbereitungen auf die Bergung hatten bereits Tage zuvor begonnen. Drei Tage lang arbeiteten Wasserrettung, Feuerwehr und Polizei gemeinsam an einem Bergungsplan. Nach der erfolgreichen Befestigung der Bergeleine am Wrack befand sich das Flugzeug gegen 13.00 Uhr nur noch wenige Meter unter der Wasseroberfläche. Um kurz nach 15.00 Uhr wurde es schließlich mit Tragegurten an einem mobilen Bergekran vollständig an Land gehoben.

Die Polizei sperrte den Bereich rund um die Bergungsstelle großräumig ab und errichtete einen Sichtschutz. Beamte des Landeskriminalamts waren vor Ort. Die Leichen der beiden Unfallopfer befanden sich zum Zeitpunkt der Bergung noch im Flugzeug.

Absturz bei einem Schulungsflug

Das zweisitzige Kleinflugzeug war bereits am Mittwoch bei einem Schulungsflug abgestürzt. An Bord befanden sich eine 19-jährige Flugschülerin und ihr 24-jähriger Fluglehrer aus Deutschland. Der Kontakt zur Maschine brach gegen 11.23 Uhr plötzlich ab. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft zu dem Absturz laufen weiter.

Herausforderungen bei Bergungen in großer Wassertiefe

Bergungen aus großen Tiefen stellen Einsatzkräfte grundsätzlich vor besondere technische Herausforderungen. Ab einer bestimmten Tiefe reicht Tageslicht nicht mehr aus, zugleich steigt mit zunehmender Tauchtiefe der Wasserdruck erheblich an. Aus diesem Grund kommen bei solchen Einsätzen häufig zunächst ferngesteuerte Tauchroboter zum Einsatz, die mit Kameras und Greifarmen ausgerüstet sind. Stoßen diese Systeme an ihre Grenzen, etwa durch schwierige Sichtverhältnisse, unebenen Untergrund oder eingeschränkte Bewegungsfreiheit am Wrack, kann der Einsatz von speziell ausgebildeten Tiefseetauchern notwendig werden.

Solche Taucheinsätze in mehr als 100 Metern Tiefe erfordern spezielle Ausbildung, angepasste Atemgasgemische und eine sorgfältige Dekompression, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden. Die Zeit, die Taucher tatsächlich am Wrack verbringen können, ist dabei meist sehr begrenzt. Bergungsteams müssen deshalb im Vorfeld genau planen, welche Schritte in welcher Reihenfolge notwendig sind, etwa das Befestigen von Leinen oder Gurten, bevor ein Wrack mit technischen Hilfsmitteln wie Seilwinden oder Kranen angehoben werden kann.

Bei Flugunfällen mit Todesfolge übernehmen in Österreich üblicherweise sowohl die Polizei als auch die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen. Ziel solcher Verfahren ist es, den genauen Ablauf des Unfalls sowie mögliche technische oder menschliche Faktoren zu klären. Wracks von abgestürzten Flugzeugen werden dabei häufig sichergestellt und begutachtet, da sie wichtige Hinweise auf die Absturzursache liefern können. Bis entsprechende Untersuchungen abgeschlossen sind, bleibt die genaue Ursache eines solchen Unfalls in der Regel offen.

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