Kunasek lädt nach Streik zu Gipfel mit steirischer Justizwache
Nach Protesten von Justizwachebeamten in der Steiermark hat Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) Vertreter der Justizwache zu einem Gipfelgespräch eingeladen. Das Treffen fand am Donnerstag statt.
Hintergrund ist ein anhaltender Personalmangel in österreichischen Justizanstalten. Österreichweit fehlen rund 180 Planstellen bei der Justizwache, viele offene Stellen bleiben über längere Zeit unbesetzt.
Streik in drei steirischen Justizanstalten
Ende April 2026 hatten Justizwachebeamte in den Justizanstalten Graz-Karlau, Graz-Jakomini und Leoben erstmals die Arbeit niedergelegt und Dienststellen-Versammlungen abgehalten. Als Gründe werden steigende Belastungen, zunehmende Krankenstände unter den Beamten sowie Personalabwanderungen bei Unterstützungskräften wie Psychologen genannt.
Gemeinsamer Appell an das Justizministerium
Ziel des Gipfeltreffens war laut Kunasek ein parteiübergreifender Schulterschluss. Dabei wurden kurz- und langfristige Forderungen erarbeitet. Kunasek bezeichnete die Zustände in den steirischen Justizanstalten als untragbar und sprach von akutem Personalmangel, überfüllten Gefängnissen und einer enormen Belastung für die Bediensteten.
In der Folge des Treffens richteten die Beteiligten einen gemeinsamen Appell an die Bundesministerin für Justiz. Darin wird um ein weiterführendes Gespräch mit Kunasek und dem Vorsitzenden der Justizwachegewerkschaft gebeten.






