Im Großraum Linz sind bislang 20 Legionellenfälle registriert worden. Das bestätigte die Landessanitätsdirektion auf Anfrage von ORF Oberösterreich. Fünf der Betroffenen werden derzeit noch im Krankenhaus behandelt, zwei davon auf der Intensivstation.
Zur Klärung der Ursache wurden mehr als 100 Proben entnommen, unter anderem in Privathäusern und an Arbeitsplätzen. Die Ursachenforschung läuft.
20 bestätigte Fälle im Raum Linz
Nach Angaben der Landessanitätsdirektion sind im Großraum Linz insgesamt 20 Personen an Legionellose erkrankt. Fünf von ihnen befinden sich weiterhin in stationärer Behandlung, zwei Patienten werden auf einer Intensivstation versorgt.
Unter den Betroffenen befinden sich sowohl ein Urlauber als auch eine Person, die sich beruflich in Linz aufgehalten hat. Zur genauen Herkunft der Infektionen liegen bislang keine gesicherten Erkenntnisse vor.
Um eine mögliche gemeinsame Infektionsquelle zu identifizieren, wurden mehr als 100 Proben an unterschiedlichen Orten genommen, darunter in Privathaushalten und an Arbeitsplätzen. Die Auswertung dieser Proben ist Teil der laufenden Ursachenforschung.
Legionellen als Erreger und ihre Verbreitungswege
Legionellen sind Bakterien, die sich bevorzugt in stehendem oder unzureichend erhitztem Wasser vermehren. Besonders begünstigt wird ihr Wachstum in Wassersystemen mit Temperaturen zwischen etwa 25 und 45 Grad Celsius, etwa in Warmwasserleitungen, Klimaanlagen, Whirlpools oder Kühltürmen.
Eine Ansteckung erfolgt in aller Regel nicht durch Trinken, sondern durch das Einatmen feinster, keimhaltiger Wassertröpfchen, etwa beim Duschen oder in der Nähe von Verdunstungskühlanlagen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch gilt als ausgeschlossen.
Bei einer Infektion kann es zur sogenannten Legionärskrankheit kommen, einer schweren Form der Lungenentzündung, die insbesondere für ältere Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem oder Vorerkrankungen gefährlich sein kann. Grundsätzlich prüfen Gesundheitsbehörden bei gehäuftem Auftreten von Fällen in einer Region, ob eine gemeinsame technische Quelle wie eine Kühlanlage oder ein größeres Wassersystem infrage kommt. Dazu werden systematisch Wasserproben aus möglichen Risikoanlagen entnommen und im Labor auf Legionellen untersucht.
Solche Untersuchungen nehmen üblicherweise mehrere Tage in Anspruch, da die Bakterien im Labor erst angezüchtet werden müssen, bevor eine eindeutige Bestimmung möglich ist. Erst ein Abgleich der bei Erkrankten nachgewiesenen Bakterienstämme mit jenen aus Umweltproben kann Aufschluss darüber geben, ob tatsächlich eine gemeinsame Infektionsquelle vorliegt.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.







