Lobau: Aufräumarbeiten nach Waldbrand laufen – Bäume entlang der Wege gefällt

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Nach dem Waldbrand Anfang August in der Lobau bei der Eßlinger Furt hat der Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien mit ersten Aufräum- und Sicherungsarbeiten begonnen. Der Brand war am 4. August ausgebrochen und hat rund 18 Hektar Fläche durch Flammen und Hitze nachhaltig beschädigt. Entlang der Rad- und Spazierwege wurden vereinzelt Bäume gefällt, um die Sicherheit für Erholungssuchende zu gewährleisten.

Erste Maßnahmen an der Brandstelle

Die betroffene Fläche wird derzeit mittels Drohne erfasst. Auf diese Weise findet eine Bestandsaufnahme der Schäden statt, zudem wurde die Brandfläche vermessen. Günther Annerl, stellvertretender Leiter des Forst- und Landwirtschaftsbetriebs der Stadt Wien, ist mit den Arbeiten vor Ort befasst.

Entlang der Wege liegen bereits umgeschnittene Bäume am Wegesrand. Die Fällungen beschränken sich auf jene Bäume, die im unmittelbaren Bereich der Rad- und Spazierwege standen. Das betroffene Gebiet wird nach Angaben des Forst- und Landwirtschaftsbetriebs weiter intensiv betreut.

Im Zusammenhang mit der Fläche werden zudem invasive Pflanzenarten genannt: Goldrute und Götterbaum breiten sich in dem Gebiet aus.

Bäume als Sicherheitsrisiko nach Waldbränden

Nach Waldbränden ist die Standsicherheit von Bäumen häufig ein zentrales Thema. Hitze und Flammen schädigen nicht nur die Rinde, sondern können auch das Wurzelwerk und die innere Statik eines Baumes beeinträchtigen. Äußerlich ist ein solcher Schaden nicht immer sofort erkennbar. Bäume, die durch Brandeinwirkung geschwächt wurden, können in der Folge instabil werden und ohne erkennbare Vorwarnung umstürzen oder Äste verlieren. Entlang von Wegen, auf denen sich regelmäßig Menschen aufhalten, wird dieses Risiko besonders ernst genommen. Grundsätzlich prüfen Forstbetriebe nach Bränden deshalb gezielt jene Bäume, die in unmittelbarer Nähe zu Wegen, Plätzen oder anderen stark frequentierten Bereichen stehen. Bäume mit erkennbaren statischen Schäden werden in solchen Fällen häufig vorsorglich entfernt, auch wenn sie nicht vollständig abgestorben sind.

Bei der Bewertung von Brandflächen kommen zunehmend auch technische Hilfsmittel wie Drohnen zum Einsatz. Sie ermöglichen eine großflächige und zugleich detaillierte Erfassung des Schadensbildes, ohne dass unwegsames oder möglicherweise gefährdetes Gelände unmittelbar betreten werden muss. Aus den daraus gewonnenen Daten lässt sich unter anderem ableiten, wie stark einzelne Bereiche einer Fläche betroffen sind und wo weiterer Handlungsbedarf besteht.

Invasive Arten in geschädigten Naturräumen

Offene, durch Feuer freigelegte Flächen bieten grundsätzlich günstige Bedingungen für die Ausbreitung invasiver Pflanzenarten. Ohne den schützenden Bewuchs durch Bäume und Sträucher verändern sich Lichtverhältnisse und Bodenbedingungen, wodurch sich schnell wachsende, konkurrenzstarke Arten leichter etablieren können. Goldrute und Götterbaum gelten in Mitteleuropa als typische Vertreter solcher Arten, die sich in gestörten Lebensräumen häufig rasch ausbreiten und heimische Pflanzen verdrängen können. Die dauerhafte Betreuung von Flächen nach einem Brand dient daher nicht nur der Sicherung von Wegen, sondern auch der Beobachtung, wie sich die Vegetation in den folgenden Monaten und Jahren entwickelt.