Gedenkfeier in Goldegg: Robert Menasse mahnt zu aktivem Erinnern
Die Gemeinde Goldegg im Pongau hat erneut der 14 Todesopfer eines SS-Überfalls vom 2. Juli 1944 gedacht. Bei den sogenannten „Erinnerungstagen“ hielt der Schriftsteller Robert Menasse eine Ansprache.
Am 2. Juli 1944 überfielen SS-Mitglieder die Gemeinde Goldegg auf der Suche nach Wehrmachtsdeserteuren. 14 Menschen verloren dabei ihr Leben – entweder direkt vor Ort oder in Konzentrationslagern. 13 von ihnen haben bis heute kein Grab bekommen.
Menasse: Ritualisiertes Erinnern reicht nicht
Robert Menasse betonte in seiner Ansprache, dass ritualisiertes Erinnern allein heute zu wenig sei. Die bloße Formel „Nie wieder!“ zu wiederholen, reiche nicht mehr aus, sagte der Schriftsteller.
Der Verein „Goldegger Widerstand“ engagiert sich für das Gedenken an die Opfer. Vereinsmitglied Esche Schörghofer erklärte, es sei erklärtes Ziel der Nationalsozialisten gewesen, die Namen aller widerständigen Menschen auszulöschen. Der Verein hat die Namen der Opfer auf einer Gedenktafel verewigt.






