Millionen-Investition am Hintersee: Zehn Meter hohe Sperre soll Mittersill vor Hochwasser schützen

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Am Hintersee beim Felbertauern im Pinzgau wird der Hochwasserschutz grundlegend erneuert. Die Felber Ache gilt seit langem als Risikofaktor für Überschwemmungen rund um Mittersill. Nun entstehen dort ein neuer 70 Meter langer Damm und eine zehn Meter hohe Betonsperre, mit denen das Rückhaltevolumen um eine halbe Million Kubikmeter erhöht werden soll.

Neue Sperre ersetzt Bauwerk aus den 1970er-Jahren

Die bisherige Bestandssperre stammt aus den 1970er-Jahren und ist vier Meter hoch. Sie wird im Zuge der Bauarbeiten abgebaut. An ihre Stelle tritt die neue, zehn Meter hohe Betonsperre, die gemeinsam mit dem zusätzlichen Damm das Rückhaltevolumen am Hintersee von derzeit 200.000 Kubikmetern auf rund 700.000 Kubikmeter steigert. Nach Angaben der zuständigen Stellen wird dadurch bei einem hundertjährlichen Hochwasser der Wasserabfluss um rund 20 Prozent reduziert.

Die Bauarbeiten finden in der Randzone des Nationalparks Hohe Tauern statt. Eine ökologische Bauaufsicht wurde in das Verfahren eingebunden. Das Schutzprojekt kostet rund 2,7 Millionen Euro. Davon übernimmt das Land Salzburg 90 Prozent der Kosten, den verbleibenden Anteil trägt der Wasserverband Salzach-Oberpinzgau. Die Arbeiten sollen bis November 2027 abgeschlossen sein. Für das Vorhaben am Hintersee fließen keine Bundesmittel.

Weiteres Rückhaltebecken in Hollersbach ohne Finanzierungszusage

Parallel zum Projekt am Hintersee ist im Salzach-Talboden bei Hollersbach ein weiteres Rückhaltebecken geplant. Für dieses Vorhaben liegen die notwendigen Bewilligungen bereits vor, die vollständige Genehmigung erfolgte vor mehreren Monaten. Allerdings fehlt bislang die Finanzierungszusage des Bundesministeriums. Eine nächste Sitzung mit dem Umweltministerium zu diesem Punkt ist für Mitte November vorgesehen.

Hochwasserschutz im alpinen Raum

Rückhaltebecken und Sperrenbauwerke zählen im alpinen Raum zu den klassischen Instrumenten des technischen Hochwasserschutzes. Sie sollen bei starken Niederschlägen oder Schneeschmelze dafür sorgen, dass Wassermassen zeitverzögert und in geringeren Spitzenmengen abfließen, statt talwärts gelegene Siedlungsgebiete ungebremst zu erreichen. Die Dimensionierung solcher Anlagen orientiert sich in der Regel an statistischen Hochwasserereignissen, etwa einem sogenannten hundertjährlichen Hochwasser, das rechnerisch im Schnitt einmal in hundert Jahren auftritt, in einzelnen Jahren aber durchaus auch mehrfach vorkommen kann.

Bei Bauvorhaben in sensiblen Gebieten wie der Randzone eines Nationalparks ist üblicherweise eine ökologische Bauaufsicht vorgesehen. Sie begleitet die Umsetzung von Schutzprojekten und soll sicherstellen, dass Eingriffe in Natur und Landschaft so gering wie möglich ausfallen und naturschutzrechtliche Vorgaben eingehalten werden.

Die Finanzierung von Hochwasserschutzprojekten erfolgt in Österreich grundsätzlich aus mehreren Quellen. Neben den Ländern und regionalen Wasserverbänden beteiligt sich häufig auch der Bund an solchen Vorhaben, insbesondere über das zuständige Ministerium. Bis eine entsprechende Finanzierungszusage vorliegt, können bereits genehmigte Projekte in der Umsetzung ins Stocken geraten, auch wenn die fachliche und rechtliche Prüfung bereits abgeschlossen ist.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.