Motorradunfall in Obdach: 59-Jährige bei Sturz an Parkplatzausfahrt verletzt

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Bei einem Motorradunfall in Obdach im Bezirk Murtal ist am Sonntag eine 59-jährige Frau verletzt worden. Sie war als Beifahrerin eines 63-jährigen Motorradfahrers auf der B78 unterwegs, als das Motorrad bei einem Abbiegevorgang umkippte. Die Frau wurde mit dem Rettungshubschrauber ins LKH Wolfsberg gebracht.

Sturz beim Abbiegen auf einen Parkplatz

Der Unfall ereignete sich am Sonntag gegen 9.00 Uhr. Die beiden Personen waren auf der B78 von Obdach kommend in Richtung Kärnten unterwegs. Der 63-jährige Lenker wollte für eine Pause auf einen Parkplatz abbiegen und übersah dabei, dass sich bei der Ausfahrt eine Böschung befand.

Laut Polizei befand sich das Motorrad bereits nahezu im Stillstand, als es umkippte. Der 63-jährige Lenker blieb dabei unverletzt. Die 59-jährige Beifahrerin stürzte jedoch vom Motorrad und zog sich eine Schulterverletzung zu.

Nach der Erstversorgung am Unfallort wurde die Frau mit dem Rettungshubschrauber in das LKH Wolfsberg gebracht. Die B78 war infolge des Unfalls für rund 45 Minuten gesperrt.

Gefahrenstellen an Ein- und Ausfahrten

Abzweigungen von Landes- und Bundesstraßen auf Parkplätze oder Rastplätze gelten grundsätzlich als kritische Streckenabschnitte für Motorradfahrer. Anders als bei mehrspurigen Fahrzeugen wirkt sich bereits ein geringes seitliches Gefälle oder eine unebene Bankette auf die Stabilität eines einspurigen Fahrzeugs aus. Besonders bei niedriger Geschwindigkeit, etwa unmittelbar vor dem Stillstand, sinkt die Kreiselstabilität des Motorrads deutlich, wodurch schon kleine Unebenheiten oder Böschungen zum Umfallen führen können.

Beifahrer auf Motorrädern sind bei solchen Stürzen aus geringer Geschwindigkeit besonders gefährdet, da sie im Gegensatz zum Lenker keinen direkten Einfluss auf die Fahrzeugbalance haben und beim Umkippen häufig seitlich vom Sitz abrutschen. Schulterverletzungen zählen bei solchen Sturzsituationen zu den typischen Verletzungsbildern, da der Aufprall häufig über Arm und Schulter abgefangen wird.

Der Einsatz eines Rettungshubschraubers ist bei Verkehrsunfällen im ländlichen Raum ein gängiges Mittel, um Verletzte rasch in ein geeignetes Krankenhaus zu bringen. Grundsätzlich kommen Rettungshubschrauber vor allem dann zum Einsatz, wenn die Anfahrt bodengebundener Rettungsmittel länger dauern würde oder eine schnelle Versorgung in einer spezialisierten Klinik notwendig erscheint. Die vorübergehende Sperrung der Unfallstelle dient in solchen Fällen der Sicherung des Bereichs für Rettungskräfte und der Unfallaufnahme durch die Polizei.