Streit um Betriebskosten im Salzburger Mozarthof
Im Salzburger Stadtteil Schallmoos klagen rund 150 Mieter und Eigentümer einer Wohn- und Geschäftsanlage über stark gestiegene Betriebskosten. Betroffen sind Wohnparteien im sogenannten Mozarthof, der sich beim Einkaufszentrum Zentrum im Berg befindet.
Wie deutlich die Kostensteigerungen ausfallen können, zeigt ein konkretes Beispiel: Die anteiligen Stromkosten einer Mietwohnung stiegen von 85 Euro im Jahr 2023 auf mehr als 680 Euro im Folgejahr. Eine Mieterin namens Claudia muss demnach mehr als tausend Euro nachzahlen, ihre monatlichen Betriebskosten haben sich verdoppelt.
Verwalterwechsel und neuer Abrechnungsschlüssel
Im Zuge eines Verwalterwechsels übernahm das Linzer Unternehmen Haus und Grund die Verwaltung von der GSWB in Salzburg. Die GSWB vermietet in dem Haus rund 90 Wohnungen, stellt aber die Verwaltung nicht mehr. Mit dem Wechsel änderte sich auch die Abrechnungsmethode: Wurden die Betriebskosten früher nach dem Verursacherprinzip aufgeteilt, erfolgt die Abrechnung nun auf Basis von Nutzwerten.
Haus und Grund begründet die Umstellung damit, dass Gerichte bindend festgestellt hätten, dass die alten Verteilungsschlüssel nicht mehr angewendet werden könnten. Die Abrechnung erfolge nun nach dem gesetzlichen Verteilungsschlüssel. GSWB-Manager Ferdinand Hochleitner bestätigt, dass durch die Nutzwertverrechnung Kosten aus dem gewerblichen Teil der Anlage auch bei Mietern und Eigentümern anfallen. Ob und in welchem Umfang tatsächlich Kosten des Einkaufszentrums auf die Wohnparteien aufgeteilt werden, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt.
Gutachten und runder Tisch angekündigt
Ein Rechtsstreit über den Verteilungsschlüssel der Betriebskosten ist weiterhin anhängig. Die GSWB hat für diesen Monat einen runden Tisch angekündigt. Ein Gutachten soll die Lage klären, wird aber wegen der Komplexität des Falls mehrere Monate in Anspruch nehmen.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.





