Im Bezirk Perg im Mühlviertel startet ab Freitag die Mühlstein-Rallye, zu der dutzende Rennfahrzeuge und tausende Fans erwartet werden. Wegen anhaltender Hitze und Trockenheit in der Region befürchten Anrainerinnen und Landwirte Brände entlang der Strecken. Veranstalter und Einsatzkräfte haben deshalb zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen vereinbart.
Landwirte sollen mit Wasserfässern entlang der Strecke bereitstehen, die mit Wasser aus der Aist befüllt werden. Hintergrund der Sorge ist unter anderem ein Brand, der sich vor wenigen Tagen in Tragwein im Bezirk Freistadt entlang der Rallyestrecke ereignete und bei dem rund 250 Einsatzkräfte im Einsatz standen.
Zusätzliche Vorkehrungen nach Brand in Tragwein
Bei dem Brand in Tragwein musste Löschwasser teils aus Swimmingpools entnommen werden. Daniel Schützenhofer, Kommandant der Feuerwehr Tragwein, bestätigte, dass Brände grundsätzlich jederzeit entstehen können, etwa durch landwirtschaftliche Fahrzeuge oder Autos mit heißen Bremsen. Bei einer Rallye sei das Risiko aufgrund der höheren Geschwindigkeiten größer, so Schützenhofer. Die Gefahr durch die aktuell getroffenen Vorbereitungen bezeichnete er dennoch als überschaubar und einschätzbar.
Biobäuerin Sandra Schwaiger verwies auf einen Fahrzeugbrand bei einer früheren Rallye vor zwei Jahren, der ihren Angaben zufolge nur schwer zu löschen gewesen sei. Schwaiger kritisierte zudem den geplanten Zeitpunkt der Veranstaltung als respektlos, da vielen Bäuerinnen zu dieser Zeit die Ernte einzubringen sei. In sozialen Medien wurde zuletzt mehrfach eine Absage der Rallye gefordert.
Veranstalter Peter Medinger verwies darauf, dass in die Veranstaltung bereits viel ehrenamtliche Arbeit geflossen sei. Eine Absage hält er derzeit für komplett unrealistisch, solange keine gegenteilige Entscheidung der Behörden vorliegt. Medinger bezeichnete den Brandschutz als wichtiges Anliegen und appellierte an Zuseherinnen und Teilnehmer, besonders aufmerksam zu sein.
Wie Veranstalter und Einsatzkräfte bei Trockenheit üblicherweise vorgehen
Bei sportlichen Großveranstaltungen im Freien spielt der Brandschutz grundsätzlich eine zentrale Rolle, sobald anhaltende Trockenheit und Hitze die Vegetation entlang von Strecken oder Veranstaltungsflächen austrocknen. Üblicherweise stimmen sich Veranstalter in solchen Situationen eng mit örtlichen Feuerwehren, Behörden und teils auch mit der Landwirtschaft ab, um mögliche Gefahrenquellen frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen festzulegen.
Zu den gängigen Vorkehrungen bei motorsportlichen Veranstaltungen zählen etwa die Bereitstellung zusätzlicher Löschwasserkapazitäten, die Einbindung ortskundiger Landwirte mit eigenen Wasserfässern sowie eine erhöhte Präsenz von Einsatzkräften entlang besonders gefährdeter Streckenabschnitte. Grundsätzlich prüfen Behörden im Vorfeld solcher Events auch, ob allgemeine Auflagen wie Verbote offener Flammen, Rauchverbote in bestimmten Zonen oder Geschwindigkeitsbegrenzungen an kritischen Punkten notwendig sind.
Die Entscheidung über Durchführung, Auflagen oder eine mögliche Absage einer Veranstaltung liegt in der Regel bei den zuständigen Behörden, die dabei unter anderem Wetterprognosen, aktuelle Waldbrandwarnstufen und Einschätzungen der Feuerwehren berücksichtigen. Veranstalter sind üblicherweise verpflichtet, im Rahmen der Genehmigung ein Sicherheitskonzept vorzulegen, das im Bedarfsfall auch kurzfristig angepasst werden kann, etwa durch zusätzliche Löschfahrzeuge, Brandwachen oder geänderte Streckenführungen.
Waldbrandgefahr in Trockenperioden
Anhaltende Hitze- und Trockenperioden erhöhen allgemein die Waldbrandgefahr, da austrocknende Böden, Wiesen und Wälder leichter entzündbar werden. Mögliche Auslöser sind in solchen Phasen vielfältig und reichen von technischen Defekten an Fahrzeugen über Funkenbildung bis hin zu unachtsamem Verhalten im Freien. Feuerwehren und Behörden beobachten in solchen Zeiträumen die Lage häufig engmaschiger und passen Warnstufen sowie Einsatzbereitschaft entsprechend an.
Landwirtschaftliche Betriebe sind von Trockenperioden








