Murenabgänge in drei Tiroler Bezirken – Aufräumarbeiten an Hahntennjoch und Valsertal laufen

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Nach mehreren Murenabgängen laufen im Valsertal, auf der Hahntennjochstraße und am Zillergrund am Samstag umfangreiche Aufräumarbeiten. Betroffen sind drei Bezirke: Innsbruck-Land, Imst und Schwaz. Auf der Hahntennjochstraße waren am Freitag insgesamt vier Muren abgegangen, im Valsertal hatte eine Mure am Freitagabend einen Parkplatz samt mehreren Fahrzeugen von Wanderern erfasst. Am Zillergrund war bereits am Donnerstagabend eine Mure niedergegangen, die Mautstraße blieb dort auch am Samstagvormittag gesperrt.

Schwere Maschinen am Hahntennjoch im Einsatz

Von den vier Murenabgängen auf der Hahntennjochstraße konnten zwei kleinere bereits am Freitag beseitigt werden. Die beiden größeren Vermurungen werden am Samstag geräumt. Dafür sind zwei Radlader und ein Bagger im Einsatz. Zusätzlich zu den Aufräumarbeiten müssen die Schutzdämme am Hahntennjoch instand gesetzt werden, die durch die Muren beschädigt wurden. Die Hahntennjochstraße soll deshalb bis mindestens 20.00 Uhr gesperrt bleiben. Die Arbeiten dürften den gesamten Samstagnachmittag in Anspruch nehmen, möglicherweise bis in den Abend hinein.

Im Valsertal hatte eine Mure am Freitagabend den Parkplatz und mehrere Autos von Wanderern erfasst. Betroffene Wanderer mussten mit einem Polizeihubschrauber ausgeflogen werden. Am Samstag wird nun die Straße zum Parkplatz freigeräumt, damit die betroffenen Fahrzeuge abtransportiert werden können. Die Brücke im Valsertal hat dem Druck der Mure standgehalten. Das Bachbett wurde jedoch verlegt und muss ausgebaggert werden. Bürgermeister Klaus Ungerank ist mit den Aufräumarbeiten in der Gemeinde Vals befasst.

Muren aus mehreren Nebenbächen am Zillergrund

Am Zillergrund war bereits am Donnerstagabend gegen halb sieben eine erste Mure abgegangen. Aus dem Sundergrund und aus allen kleinen Nebenbächen brachen zu diesem Zeitpunkt mehrere Muren gleichzeitig hervor. Zwischen dem Gasthaus Häusling und dem Gasthaus Au gingen dabei mehrere Vermurungen ab. Markus Hoflacher, Wirt des Gasthauses Au, hofft, dass die Zillergrund Mautstraße noch am Samstag wieder geöffnet werden kann. Am Samstagvormittag war die Straße zunächst weiterhin gesperrt.

Vermurungen als wiederkehrende Gefahr im Gebirge

Murenabgänge treten in alpinen Regionen typischerweise nach starken Niederschlägen auf, wenn sich Wasser, Geröll und Schlamm in steilen Gräben und Bachbetten sammeln und talwärts abgehen. Besonders gefährdet sind schmale Seitentäler und Straßenabschnitte, die durch enge Taleinschnitte führen, wie es bei der Hahntennjochstraße oder im Zillergrund der Fall ist. Solche Straßen liegen häufig unterhalb steiler Hänge und kreuzen mehrere kleine Wildbäche, die bei entsprechenden Wetterlagen rasch anschwellen können.

Grundsätzlich übernehmen bei Murenabgängen mehrere Stellen unterschiedliche Aufgaben. Für die Sicherung und Räumung von Landesstraßen ist üblicherweise die zuständige Straßenmeisterei mit schwerem Gerät wie Radladern und Baggern im Einsatz, wie es auch am Hahntennjoch der Fall ist. Bestehende Schutzbauten wie Dämme dienen dazu, die Wucht von Muren abzuschwächen und Siedlungsgebiete sowie Verkehrswege zu schützen. Werden solche Bauwerke durch ein Ereignis beschädigt, müssen sie in der Regel rasch instand gesetzt werden, um bei weiteren Niederschlägen wieder ihre Schutzfunktion erfüllen zu können.

Bei Gefahr für Personen kommen in unwegsamem alpinem Gelände häufig Hubschrauber zum Einsatz, etwa um Wanderer aus abgeschnittenen oder akut gefährdeten Bereichen auszufliegen. Verlegte Bachbetten, wie sie im Valsertal festgestellt wurden, erfordern anschließend häufig eine Ausbaggerung, damit der Wasserlauf wieder in sein ursprüngliches Bett zurückgeführt wird und nicht erneut angrenzende Flächen oder Infrastruktur gefährdet. Die Dauer solcher Aufräumarbeiten hängt maßgeblich vom Ausmaß der Vermurungen sowie von der Zugänglichkeit der betroffenen Abschnitte ab.