Murenabgang legt Brennerbahn bei Gossensass lahm – Schienenersatzverkehr eingerichtet

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Zwischen Pflersch und Gossensass in Südtirol hat sich ein Murenabgang ereignet. Der Bahnverkehr auf der Südrampe der Brennerbahn wurde daraufhin seit Dienstagabend aus Sicherheitsgründen eingestellt. Am Mittwochvormittag richteten die Verkehrsunternehmen einen Schienenersatzverkehr für den Fernverkehr zwischen Innsbruck und Bozen ein. In Südtirol fahren derzeit zusätzlich Ersatzbusse für den Nahverkehr.

Sperre dauert länger als geplant

Ursprünglich sollte die Streckensperre am Mittwoch um 7.00 Uhr wieder aufgehoben werden. Südtirol Mobil teilte jedoch mit, dass sich die Sperre verlängert. Eine neue Frist für die Wiederaufnahme des Bahnverkehrs wurde nicht genannt.

Auf österreichischer Seite ist der Nahverkehr bis zum Brenner davon nicht betroffen. Die ÖBB meldeten, dass dieser Abschnitt planmäßig verläuft. Für den Nahverkehr sind auf beiden Seiten des Brenners Ersatzbusse im Einsatz, um die Verbindung zwischen den betroffenen Orten aufrechtzuerhalten.

Streckenverlauf durch das Pflerschtal

Die Trasse der Brennerbahn verläuft südlich des Brenners in einer langen Schleife durch das Pflerschtal. Seit 1999 führt der Abschnitt vom Brenner in das Pflerschtal durch einen 7.349 Meter langen Tunnel. Erst danach verläuft die Strecke durch den Talgrund weiter bis Gossensass, jenem Abschnitt, in dessen Bereich sich der aktuelle Murenabgang ereignete. Die zuvor genutzte alte Bahntrasse dient heute als Radweg.

Naturgefahren im alpinen Bahnverkehr

Strecken im alpinen Raum wie jene über den Brenner queren häufig steile und teils instabile Hanglagen. Nach starken Regenfällen oder bei Schneeschmelze steigt in solchen Abschnitten grundsätzlich das Risiko von Muren, Hangrutschungen oder Steinschlag. Bahnbetreiber reagieren in vergleichbaren Fällen üblicherweise mit einer vorsorglichen Streckensperre, um Reisende und Personal nicht zu gefährden, bis die Stabilität des betroffenen Abschnitts überprüft und gegebenenfalls wiederhergestellt ist.

Bei einer Streckensperre auf einer stark frequentierten Achse wie der Brennerbahn wird in der Regel rasch ein Schienenersatzverkehr organisiert, um Fernverbindungen zumindest eingeschränkt aufrechtzuerhalten. Für den Nahverkehr kommen dabei üblicherweise Busse zum Einsatz, die die Fahrgäste zwischen den nächstgelegenen funktionierenden Bahnhöfen befördern. Die genaue Dauer solcher Einschränkungen hängt von der Art des Schadens und dem Aufwand für Aufräum- und Sicherungsarbeiten an der Strecke ab.