Im Flachgau starten mit dem Schulbeginn zwei neue Expressbus-Linien nach Salzburg. Die Verbindungen führen von Mattsee und von Berndorf über den Hauptbahnhof bis ins Nonntal und sollen die Fahrzeiten in die Landeshauptstadt teilweise deutlich verkürzen. Die Fahrt von Mattsee zum Hauptbahnhof soll künftig 32 statt bisher 50 Minuten dauern.
Neue Linien 121X und 131X im Fahrplan
Die beiden neuen Linien tragen die Kürzel 121X und 131X. Die Linie 121X verkehrt stündlich zwischen Mattsee, Seeham, Obertrum und Salzburg. Von Montag bis Freitag sind auf dieser Strecke 15 Fahrten pro Richtung vorgesehen, an Samstagen 13. Ab Salzburg Nord führt die Route über die Bahnhofstraße zum Hauptbahnhof, bindet dort das Landesdienstleistungszentrum an und fährt anschließend weiter ins Stadtzentrum zur Haltestelle Petersbrunnstraße.
Die zweite neue Linie, 131X, verbindet Berndorf stündlich mit Salzburg. Von Montag bis Samstag stehen 15 Fahrten in jede Richtung zur Verfügung. Ab Eugendorf fahren die Busse ebenfalls zum Hauptbahnhof und weiter ins Stadtzentrum zur Haltestelle Petersbrunnstraße. Beide Linien binden damit auch direkt das neue Landesdienstleistungszentrum des Landes Salzburg an.
Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll von der ÖVP erklärte, dass vor allem Pendlerinnen und Pendler entlang der Achsen Mattsee und Berndorf von den schnelleren und direkteren Verbindungen profitieren werden.
Expresslinien als Ergänzung zum bestehenden Busnetz
Expressbus-Linien unterscheiden sich von regulären Regionalbuslinien üblicherweise dadurch, dass sie auf ihrer Strecke weniger Zwischenhalte bedienen und stattdessen möglichst direkt zu zentralen Zielpunkten führen. Dadurch lassen sich Fahrzeiten spürbar verkürzen, insbesondere auf Achsen mit hohem Pendleraufkommen zwischen dem Umland und einer Landeshauptstadt. Solche Angebote ergänzen in der Regel das bestehende Liniennetz, ersetzen es jedoch nicht vollständig, da weiterhin auch Orte mit dichterer Haltestellenfolge bedient werden müssen.
Der Zeitpunkt zum Schulbeginn ist bei der Einführung neuer oder veränderter Busfahrpläne im ländlichen Raum ein gängiger Termin, da sich zu diesem Zeitpunkt ohnehin Fahrgastströme und Stundenpläne von Schulen und Betrieben neu einspielen. Verkehrsbetriebe nutzen diesen Zeitpunkt häufig, um Linienänderungen mit dem Beginn eines neuen Schuljahres zu koppeln.
Die Anbindung neuer Verwaltungsstandorte an den öffentlichen Verkehr, wie sie im Fall des Landesdienstleistungszentrums vorgesehen ist, folgt einem verbreiteten Prinzip der Verkehrsplanung: Arbeitsplatzschwerpunkte sollen möglichst direkt und ohne Umstiege erreichbar sein, um die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs gegenüber dem Individualverkehr zu erhöhen. Gerade bei neu errichteten Standorten wird die Anbindung an bestehende oder neue Buslinien häufig von Beginn an mitgeplant, um Pendlerinnen und Pendlern eine Alternative zum Auto zu bieten.





