Neue Psychosomatische Frauenambulanz an der Klinik Donaustadt eröffnet

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Die Klinik Donaustadt bietet ab sofort eine neue Anlaufstelle für Frauen mit psychosomatischen Beschwerden an. Der Wiener Gesundheitsverbund informierte am Freitag in einer Aussendung über die Eröffnung der Psychosomatischen Frauenambulanz. Sie richtet sich an Patientinnen mit gynäkologischen Beschwerden, bei denen ein psychosomatischer Zusammenhang vermutet oder bereits erkannt wurde.

Neues Angebot an der Klinik Donaustadt

Zu den Beschwerden, die in der neuen Ambulanz behandelt werden, zählen chronische Unterbauchschmerzen sowie Belastungen im Zusammenhang mit Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt oder Menopause. Auch Inkontinenz, sexuelle Funktionsstörungen und psychische Belastungen infolge gynäkologischer Erkrankungen wie Krebs gehören zum Behandlungsspektrum. Ziel der Ambulanz ist es, die Lebensqualität der betroffenen Patientinnen zu verbessern.

Das Leistungsangebot umfasst psychosomatische Diagnostik, Beratung, Krisenintervention sowie Kurzzeit-Psychotherapie. Ergänzend werden Gruppenangebote für den Umgang mit chronischen Schmerzen angeboten.

Geleitet wird die neue Einrichtung gemeinsam von Gabriela Wardegger-Szivak, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, und Lena Maria Röhsler, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Psychologin und Psychotherapeutin in Fachausbildung.

Termine für die Psychosomatische Frauenambulanz können sowohl über die Ambulanz für Gynäkologie und Geburtshilfe als auch über die Ambulanz für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin der Klinik Donaustadt vereinbart werden. Eine Überweisung ist dafür nicht erforderlich. Voraussetzung ist jedoch, dass die Patientinnen zuvor bereits umfassend gynäkologisch untersucht wurden.

Vergleichbare Psychosomatische Frauenambulanzen gibt es in Wien bereits an der Klinik Favoriten und am AKH.

Psychosomatik in der Frauenheilkunde

Grundsätzlich beschäftigt sich die Psychosomatik mit dem Zusammenspiel von körperlichen und psychischen Faktoren bei der Entstehung und dem Verlauf von Erkrankungen. In der Gynäkologie können körperliche Beschwerden wie Schmerzen im Unterbauch oder Funktionsstörungen mitunter durch seelische Belastungen ausgelöst, verstärkt oder aufrechterhalten werden. Umgekehrt können gynäkologische Diagnosen, etwa im Zusammenhang mit Krebserkrankungen, unbehandeltem Kinderwunsch oder Schwangerschaftsverläufen, erhebliche psychische Belastungen nach sich ziehen.

Üblicherweise erfolgt in solchen Fällen zunächst eine ausführliche körperliche Abklärung, um organische Ursachen auszuschließen oder einzuordnen. Erst danach rückt eine psychosomatische Herangehensweise in den Fokus, bei der körperliche Befunde und seelisches Erleben gemeinsam betrachtet werden. Ziel ist es in der Regel, sowohl die körperlichen Symptome als auch die psychische Belastung zu lindern, statt beide Bereiche getrennt voneinander zu behandeln.

Kurzzeit-Psychotherapie und Krisenintervention gehören bei vergleichbaren Angeboten zu den gängigen Behandlungsformen, wenn rasch reagiert werden soll, ohne von Beginn an eine längerfristige Therapie anzusetzen. Gruppenangebote zum Umgang mit chronischen Schmerzen setzen häufig auf den Austausch zwischen Betroffenen sowie auf Strategien, mit Schmerzen im Alltag besser umgehen zu können. Solche interdisziplinären Ansätze, bei denen fachärztliche und psychotherapeutische Kompetenzen zusammengeführt werden, gelten in der Behandlung komplexer Beschwerdebilder zunehmend als sinnvoll, da einzelne Fachrichtungen allein oft nur einen Teil des Beschwerdebildes erfassen können.