Neue Umfahrung Pupping-Karling nach 48 Millionen Euro Investition eröffnet

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Zwischen Eferding und Hartkirchen ist am Dienstag, den 29. September 2026, die neue Umfahrung Pupping-Karling für den Verkehr freigegeben worden. In das rund 4,6 Kilometer lange Straßenprojekt wurden etwa 48 Millionen Euro investiert. Zusätzlich zur Hauptstrecke entstanden rund zwei Kilometer an Nebenwegen. Die neue Trasse führt den Verkehr der B130 Nibelungen Straße künftig an den Ortschaften Pupping und Karling vorbei.

Neue Streckenführung entlastet zwei Ortschaften

Mit der Umfahrung wird auch die B131 Aschacher Straße neu geführt: Sie verläuft künftig nicht mehr durch das Wohngebiet von Hartkirchen, sondern in Richtung des dort geplanten Betriebsbaugebietes. Gemeinsam mit der bereits bestehenden Umfahrung Eferding ergibt sich dadurch eine durchgängige Verkehrsachse zwischen Eferding und Hartkirchen. Die bisherige Ortsdurchfahrt von Karling galt als problematisch, da die Straße dort eng und unübersichtlich verlief und zusätzlich eine niveaugleiche Eisenbahnkreuzung passierte.

Im Zuge des Projekts wurden sieben neue Brückenbauwerke errichtet. Das markanteste davon ist die neue Aschachbrücke bei Hartkirchen: Die Stahlbogenbrücke ist 100,5 Meter lang, überspannt den Fluss Aschach in einem Winkel von rund 30 Grad und erreicht eine Höhe von bis zu 15,25 Metern.

Ökologische Ausgleichsmaßnahmen entlang der Trasse

Begleitend zum Streckenbau wurden mehrere Maßnahmen zum Schutz von Umwelt und Landschaft umgesetzt. Sieben Bodenfilterbecken behandeln künftig die von der Straße abfließenden Wässer, bevor sie in die Umgebung gelangen. Drei Kompensationsflächen sind dem Hochwasserschutz gewidmet. Für den Schutz der Wechselkröte wurde ein eigener Schutzzaun errichtet, an Gewässerböschungen kamen zudem Biberschutzgitter zum Einsatz. Bei mehreren Brücken wurden außerdem drei Meter hohe Kollisionsschutzwände angebracht, die Fledermäuse vor dem Verkehr schützen sollen.

Die Bauarbeiten für die Umfahrung begannen am 18. November 2024. Abschließende Arbeiten im Projektgebiet laufen derzeit noch und sollen bis Mitte Oktober 2026 abgeschlossen werden. Die Planungsgeschichte des Vorhabens reicht deutlich weiter zurück: Bereits in den Jahren 1999 bis 2001 wurde eine Korridoruntersuchung für die Streckenführung durchgeführt, sodass die Planungen insgesamt mehr als zwei Jahrzehnte umfassen.

Langwierige Vorlaufzeiten bei Straßenbauprojekten

Straßenbauprojekte dieser Größenordnung durchlaufen üblicherweise mehrere Planungsphasen, bevor der eigentliche Bau beginnt. Zunächst werden in Korridoruntersuchungen mögliche Streckenvarianten geprüft und miteinander verglichen, etwa im Hinblick auf Kosten, Verkehrswirkung und Eingriffe in Natur und Siedlungsgebiete. Daran schließen sich in der Regel Detailplanungen, behördliche Genehmigungsverfahren sowie naturschutzrechtliche Prüfungen an. Gerade bei Vorhaben, die Flüsse, Wohngebiete oder empfindliche Lebensräume berühren, können zwischen ersten Untersuchungen und dem tatsächlichen Baubeginn viele Jahre vergehen.

Bodenfilterbecken, wie sie auch bei diesem Projekt zum Einsatz kommen, dienen grundsätzlich dazu, Regen- und Schmelzwasser von Straßenflächen zu reinigen, bevor es in Gewässer oder das Grundwasser gelangt. Dabei werden Schadstoffe wie Reifenabrieb oder Streusalzrückstände im Boden zurückgehalten. Kollisionsschutzwände an Brücken sollen verhindern, dass tief fliegende Fledermäuse in den Bereich des fließenden Verkehrs geraten, indem sie die Tiere über die Fahrbahn hinweg leiten. Solche Schutzmaßnahmen sind bei größeren Infrastrukturprojekten in ökologisch sensiblen Bereichen inzwischen ein üblicher Bestandteil der Bauplanung, insbesondere wenn geschützte Arten wie die Wechselkröte oder Biber in der Umgebung vorkommen.

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