Neuer Hochwasserschutz in Klagenfurt-Viktring schützt 10.000 Menschen vor Überflutungen

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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In Klagenfurt-Viktring ist der neue Hochwasserschutz beim Treimischer Teich fertiggestellt worden. Die Anlage soll künftig rund 10.000 Menschen in den westlichen und südlichen Stadtteilen vor Überflutungen schützen. Der Bau hat rund eine Million Euro gekostet.

Hintergrund für das Projekt sind die tagelangen Regenfälle im Jahr 2023, bei denen ein Dammbruch beim Treimischer Teich nur mit großer Mühe verhindert werden konnte.

Neuer Damm für den Ernstfall

Der neue Damm ist so ausgelegt, dass er ein hundertjähriges Hochwasser abfangen kann. Laut Valentin Löcker von der Abteilung Wasserwirtschaft des Landes Kärnten kann der Damm bei einem solchen Extremereignis künftig kontrolliert überströmt werden. Der Damm hält demnach dem Wasserdruck stand und lässt im Bedarfsfall überschüssiges Wasser gezielt ab, anstatt unkontrolliert zu brechen.

Rund um die Anlage wurden neue Pflanzen gesetzt, der Damm selbst ist zusätzlich mit einem Zaun abgesichert.

Weitere Schutzmaßnahmen im Raum Viktring

Über den Treimischer Teich hinaus werden derzeit neue Schutzmaßnahmen für Bäche im Raum Viktring geprüft. Stadträtin Sandra Wassermann, zuständig für Hochwasserschutz, kündigte zudem einen neuen Gefahrenzonenplan an. Ihr zufolge werde es aufgrund des Hochwasserereignisses Zacharias im Jahr 2023 vermutlich dazu kommen, dass sich die Gefährdungsbereiche ausweiten.

In den kommenden Wochen sollen Hausbesitzer Folder zugeschickt bekommen, die Hinweise enthalten, wie jeder Einzelne im Vorfeld eines Hochwassers versuchen kann, sein Eigentum zu schützen.

Ein Hochwasserschutz entlang der Sattnitz verzögert sich hingegen aus rechtlichen Gründen.

Gefahrenzonenpläne als Grundlage der Vorsorge

Gefahrenzonenpläne sind ein zentrales Instrument der Hochwasservorsorge in Österreich. Sie legen fest, in welchen Bereichen mit welcher Wahrscheinlichkeit Überflutungen auftreten können, und unterscheiden üblicherweise zwischen unterschiedlich stark gefährdeten Zonen. Auf dieser Grundlage richten sich in der Regel Bauvorschriften, Flächenwidmungen und bauliche Schutzauflagen für Grundstücke. Werden neue Erkenntnisse aus tatsächlichen Hochwasserereignissen einbezogen, können sich solche Pläne verändern und bestehende Gefahrenzonen ausweiten oder neu abgrenzen.

Grundsätzlich fließen in solche Pläne meteorologische Daten, hydrologische Messungen sowie Erfahrungswerte aus vergangenen Hochwasserereignissen ein. Bei der Bemessung von Schutzanlagen wird häufig mit statistischen Wiederkehrintervallen gearbeitet, etwa einem sogenannten hundertjährigen Hochwasser. Damit ist ein Ereignis gemeint, dessen Auftreten in einem bestimmten Jahr statistisch mit einer Wahrscheinlichkeit von einem Prozent zu erwarten ist. Es kann jedoch theoretisch auch mehrfach innerhalb kurzer Zeit auftreten.

Bei der Auslegung von Dämmen wird zudem häufig ein kontrolliertes Überströmen als Sicherheitskonzept vorgesehen. Anders als ein unkontrollierter Dammbruch, bei dem Wassermassen schlagartig und an unvorhersehbarer Stelle austreten können, soll ein gezielt überströmbarer Bereich dafür sorgen, dass überschüssiges Wasser an einer definierten Stelle abfließt. Dadurch lässt sich das Ausmaß möglicher Schäden in der Umgebung besser einschätzen und begrenzen.

Auch der private Objektschutz spielt bei der Hochwasservorsorge eine Rolle. Dazu zählen etwa bauliche Maßnahmen an Kellerabgängen, Rückstausicherungen in der Kanalisation oder die Bereithaltung mobiler Schutzsysteme wie Dammbalken oder Sandsäcke. Kommunen und Länder informieren Anrainer in gefährdeten Gebieten in der Regel im Vorfeld über solche Möglichkeiten, um im Ernstfall rasch reagieren zu können.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.