Der niedrige Wasserstand des Bodensees schränkt in Bregenz den Bootsverleih massiv ein. Derzeit können dort nur noch Tretboote gemietet werden, wie die Bootsvermietung Feurstein bestätigt. Elektroboote lassen sich wegen des zu geringen Pegels nicht mehr einsetzen.
Nur noch 20 Zentimeter Wasser in der Bregenzer Bucht
In der Bregenzer Bucht misst der Bodensee aktuell lediglich rund 20 Zentimeter Tiefe. Für den Betrieb von Elektrobooten reicht das nicht aus. Seit dieser Woche kann Cindy Morscher-Feurstein von der Bootsvermietung Feurstein ihre Elektro-Motorboote am Standort Bregenz deshalb nicht mehr vermieten. Teilweise sitzen die Boote nach ihren Angaben bereits am Grund auf. Zudem setzen sich Seegras und Sand in den Antrieben fest.
Morscher-Feurstein zufolge ist ein derart niedriger Pegel im August bislang einmalig. Üblicherweise komme es nur bei der Saisoneröffnung Ende März oder Anfang April vor, dass wegen des Wasserstands zunächst nur mit Tretbooten gestartet werden könne. Eine vergleichbare Situation mitten in der Sommersaison habe es zuvor noch nie gegeben.
Um den Betrieb mit Elektrobooten fortsetzen zu können, hat die Bootsvermietung ihre Fahrzeuge an den Standort Hard verlegt. Dort befindet sich der Verleih im Binnenbecken, wo die Wassertiefe für den Betrieb bislang noch ausreicht. Allerdings sinkt der Pegel auch dort. Die Bootsvermietung Feurstein ist die einzige Anbieterin am Vorarlberger Bodenseeufer.
Pegelstände und ihre Bedeutung für den Bootsverkehr
Der Wasserstand des Bodensees unterliegt grundsätzlich saisonalen Schwankungen. In den Wintermonaten sinkt der Pegel meist ab, während er im Frühjahr und Frühsommer durch Schneeschmelze und Niederschläge in der Regel wieder ansteigt. Im Spätsommer kann der Pegel dann erneut zurückgehen, wenn wenig Niederschlag fällt und die Zuflüsse aus den Alpen nachlassen.
Für den Bootsbetrieb ist die Wassertiefe an Ufernähe entscheidend. Motorboote benötigen unter dem Rumpf ausreichend Freiraum, damit Antrieb und Schraube nicht mit dem Untergrund in Kontakt kommen. Sinkt der Pegel deutlich, drohen Beschädigungen an Propellern und Motoren, zudem können sich Pflanzenreste und Sediment in den Antrieben festsetzen. Tretboote sind von solchen Einschränkungen kaum betroffen, da sie ohne Motor und mit geringerem Tiefgang auskommen.
Niedrige Pegelstände wirken sich am Bodensee nicht nur auf die Freizeitschifffahrt aus. Auch der reguläre Schiffsverkehr, etwa von Kursschiffen in den Hafenanlagen, ist grundsätzlich auf ausreichende Wassertiefe angewiesen. Häfen und Anlegestellen sind in der Regel für einen bestimmten Mindestpegel ausgelegt, weshalb ungewöhnlich niedrige Wasserstände in solchen Fällen organisatorische Anpassungen erforderlich machen können.
Binnenbecken als Ausweichmöglichkeit
Binnenbecken wie jenes in Hard sind gegenüber dem offenen See häufig etwas geschützter und können unter bestimmten Bedingungen auch bei niedrigeren Pegelständen noch befahrbar sein. Sie dienen an vielen Standorten als Ausweichmöglichkeit, wenn der Wasserstand im Hauptgewässer für einen regulären Betrieb nicht mehr ausreicht. Diese Funktion ist jedoch nicht unbegrenzt gegeben, da auch Binnenbecken bei anhaltend niedrigem Wasserzufluss an ihre Grenzen stoßen können.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.






