ÖBB-Waggon wird zum Infocenter für Wiens größtes Naturschutzgebiet in Breitenlee

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Ein ausrangierter ÖBB-Waggon ist in Breitenlee im 22. Wiener Bezirk mittels Kran auf alte Gleise gehoben worden. Das Fahrzeug soll künftig als Infocenter für Wiens künftig größtes Naturschutzgebiet dienen. Auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände wird seit März renaturiert.

Der Waggon wurde von Knittelfeld auf Schienen nach Breitenlee gebracht. Die letzten Meter übernahm die Wiener Feuerwehr, die das Fahrzeug per Kran auf die alten Gleise setzte.

Waggon-Transport mit zwei Kränen

Jürgen Figerl von der Berufsfeuerwehr erklärte das angewandte Transportverfahren: Der Waggon wurde per Tandem-Hub mit zwei Kränen über einen Tieflader gehoben. Auf diese Weise gelangte das Fahrzeug an seinen vorgesehenen Standort auf dem ehemaligen Bahngelände.

Ferdinand Schmeller leitet das Projekt Life VienNatura, in dessen Rahmen die Renaturierung des Areals erfolgt. Das Gelände war früher ein Verschiebebahnhof und wurde nach dem Ersten Weltkrieg im Zuge der damaligen Rezession zurückgebaut. Seither liegt die Fläche seit rund 100 Jahren brach. In dieser Zeit hat sich dort eine Natur entwickelt, die vom pannonischen Klima im Osten Wiens geprägt ist.

Die Stadt Wien hat das Areal mit Fördermitteln der EU sowie mit Mitteln des Bundes erworben. Das neue Naturschutzgebiet entspricht in seiner Fläche etwa der Größe der Josefstadt. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky von der SPÖ ist mit dem Vorhaben befasst.

Entsiegelung und Rückbau invasiver Arten

Seit März wird das Gelände entsiegelt. Alter Asphalt und Schotter werden entfernt, zudem wurden Gehölze zurückgedrängt. Invasive Pflanzenarten wie Götterbaum und Goldrute werden im Zuge der Arbeiten beseitigt, entsprechende Neophyten wurden behandelt.

Durch das Gebiet ist ein Weg geplant. Insgesamt sollen 90 Hektar renaturiert werden. Teile des Areals sollen dabei künftig möglichst unberührt bleiben, während die Fläche beim geplanten Infocenter für die Naherholung zur Verfügung gestellt wird. Die Eröffnung des Naturschutzgebiets ist für das kommende Frühjahr vorgesehen.

Renaturierung ehemaliger Bahnflächen

Ehemalige Bahnareale gelten allgemein als besondere Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen, wenn sie über längere Zeit nicht mehr genutzt werden. Gleisschotter, karge Böden und wechselnde Feuchtigkeitsverhältnisse begünstigen oft eine Vegetation, die sich von umliegenden bewirtschafteten oder versiegelten Flächen deutlich unterscheidet. In solchen Bereichen können sich über Jahrzehnte hinweg Lebensräume etablieren, die andernorts selten geworden sind.

Bei der Renaturierung solcher Flächen steht üblicherweise die Entsiegelung im Vordergrund: Asphalt, Schotterbetten und andere bauliche Reste werden entfernt, um wieder durchlässige Böden herzustellen. Parallel dazu wird häufig gegen sogenannte Neophyten vorgegangen, also gebietsfremde Pflanzenarten, die sich stark ausbreiten und heimische Arten verdrängen können. Ihre Zurückdrängung gilt allgemein als wichtiger Schritt, um bestehenden ökologischen Nischen Raum zur Entwicklung zu geben.

Grundsätzlich verbinden Städte bei der Umwandlung solcher Flächen ökologische Ziele häufig mit Aspekten der Naherholung. Wege und Informationseinrichtungen sollen dabei ermöglichen, dass Besucherinnen und Besucher Teile des Gebiets erleben können, während besonders sensible Bereiche von Nutzung ausgenommen bleiben. Diese Kombination aus Schutz und kontrolliertem Zugang ist ein verbreitetes Prinzip bei der Gestaltung neuer Naturschutzgebiete in urbanen Räumen.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.