Raiffeisenkasse Kobenz schließt Filiale – Ältere Menschen müssen künftig nach Knittelfeld fahren

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Raiffeisenkasse Kobenz schließt Zweigstelle – Sorge um Bankservice für ältere Menschen

Die Raiffeisenkasse Kobenz im Bezirk Murtal, gegründet im Jahr 1919, schließt ihre Zweigstelle. Eine Selbstbedienungszone mit Bankomat bleibt am Standort erhalten, persönlicher Bankservice ist damit vor Ort jedoch nicht mehr möglich.

Ältere Menschen aus Kobenz müssen künftig nach Knittelfeld fahren, um Bankgeschäfte persönlich abzuwickeln.

Reaktionen aus der Gemeinde

Bürgermeisterin Eva Pickl sagt, die Fahrt in die Stadt sei für viele ältere Menschen nicht einfach. Sie spricht von Unsicherheit und Unmut in der Bevölkerung im Zusammenhang mit der Schließung.

Studie zeigt Rückgang von Bankfilialen

Einer Studie der Organisation Momentum zufolge hat in der Steiermark in den vergangenen 20 Jahren mehr als ein Drittel aller Bankfilialen geschlossen. Anstelle klassischer Filialen wurden vielerorts Selbstbedienungsstellen eingerichtet.

Einschätzung der Antidiskriminierungsstelle

Daniela Grabovac, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle Steiermark, weist darauf hin, dass es für ältere Menschen gerade im ländlichen Raum oft schwierig sei, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Sie erklärt, dass es bei klassischen Formen der Altersdiskriminierung derzeit keine rechtliche Handhabe gebe. Ein Recht auf ein analoges Leben gebe es bislang nicht, so Grabovac.