In Bregenz ist am Montagmorgen Rauch aus einem Müllauto aufgestiegen. Mitarbeiter bemerkten den Rauch gegen 8:00 Uhr während der Restmüllsammlung im Stadtteil Vorkloster. Flammen waren zu diesem Zeitpunkt nicht zu sehen. Die Feuerwehr eskortierte das Fahrzeug zum Bauhof, wo der gesamte Inhalt auf eine freie Fläche gekippt, durchmischt und mit Netzmittel sowie Löschschaum bedeckt wurde.
Einsatz am Bauhof in Vorkloster
Feuerwehr-Kommandant Stefan Radovic schilderte gegenüber dem ORF Vorarlberg das Vorgehen der Einsatzkräfte. Nachdem der Rauch aus dem Laderaum des Müllautos entdeckt worden war, entschied man sich, das Fahrzeug nicht vor Ort zu entladen, sondern es unter Begleitung der Feuerwehr zum Bauhof zu bringen. Dort wurde der Müll auf eine freie Fläche gekippt, um den Inhalt kontrollieren und durchmischen zu können. Anschließend wurde der Müll mit Netzmittel und Löschschaum bedeckt, um eine mögliche Entzündung zu verhindern beziehungsweise einzudämmen.
Die genaue Ursache für die Rauchentwicklung ist bislang nicht geklärt. Radovic nannte falsch entsorgte Akkus oder Batterien als eine mögliche Erklärung. Denkbar sei auch, dass sich der Müll selbst erhitzt und dadurch die Rauchentwicklung ausgelöst hat. Eine endgültige Feststellung der Ursache liegt nicht vor.
Lithiumbatterien im Restmüll
Falsch entsorgte Lithiumbatterien gelten als bekanntes Risiko im Zusammenhang mit Bränden in Müllfahrzeugen und Entsorgungsanlagen. Eine Untersuchung der Montanuniversität Leoben aus dem Jahr 2026 kam zu dem Ergebnis, dass sich im Durchschnitt acht Lithiumbatterien in einer Tonne Restmüll befinden. Hochgerechnet auf ganz Österreich entspricht das rund 17 Millionen Lithiumbatterien pro Jahr, die eigentlich nicht in den Restmüll gehören, dort aber landen.
Werden solche Batterien oder Akkus in einem Müllwagen zusammengepresst oder mechanisch beschädigt, können sie sich entzünden. Der Verdichtungsmechanismus, mit dem Müllfahrzeuge während der Sammlung arbeiten, kann dabei ausreichen, um beschädigte Zellen zur Reaktion zu bringen. Entsprechende Vorfälle treten bundesweit wiederholt auf, wobei die jeweilige Ursache im Einzelfall häufig erst durch eine nachträgliche Untersuchung geklärt werden kann.
Entsorgung von Batterien und Akkus
Grundsätzlich gehören Batterien und Akkus nicht in den Restmüll, sondern müssen getrennt über eigene Sammelstellen entsorgt werden. Viele Handelsbetriebe, Wertstoffhöfe und Gemeinden bieten dafür entsprechende Sammelboxen an. Besonders bei beschädigten oder aufgeblähten Akkus besteht ein erhöhtes Risiko, da mechanische Beschädigungen chemische Reaktionen im Inneren der Zellen auslösen können, die zu Hitzeentwicklung und im ungünstigen Fall zu einem Brand führen. Bei der Sammlung und Verdichtung von Restmüll in Müllfahrzeugen erhöht sich dieses Risiko zusätzlich, da dort mechanischer Druck auf die enthaltenen Materialien einwirkt. Kontrollen und eine getrennte Erfassung problematischer Abfallstoffe sollen solche Vorfälle nach Möglichkeit verhindern.








