Rekord in Marchegg: 147 Jungstörche geschlüpft – Historischer Bruterfolg im WWF-Auenreservat

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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In Marchegg im Bezirk Gänserndorf haben Weißstörche in diesem Jahr einen historischen Bruterfolg verzeichnet. Insgesamt wurden 147 Jungvögel gezählt, wie der WWF am Montag in einer Aussendung mitteilte. Damit wurde der bisherige Rekord aus dem Jahr 1996 von 138 Jungvögeln um neun Tiere übertroffen.

Neuer Höchststand bei Bruten und Jungvögeln

Neben der Zahl der Jungvögel wurde auch bei den Brutpaaren ein neuer Rekord aufgestellt. Insgesamt wurden 46 Brutpaare erfasst, womit der bisherige Höchststand aus dem Jahr 1994 eingestellt wurde. Rechnerisch ergibt das rund drei Küken pro Brutpaar. Das Monitoring der Bestände übernahm der Verein AURING. Die Erhebungen fanden im WWF-Auenreservat, auf dem Marchegger Schlossgelände, in Markthof sowie in der Stadt Marchegg selbst statt.

Jurrien Westerhof vom WWF bezeichnete die diesjährigen Zahlen als großen Erfolg für den Artenschutz. Karin Donnerbaum, Biologin beim Verein AURING, war an dem Monitoring der Storchenbestände beteiligt.

Lebensraum an der March mit hoher Artenvielfalt

Das WWF-Auenreservat Marchegg umfasst eine Fläche von rund 1.100 Hektar und gilt als Lebensraum für mehr als 500 gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Neben Weißstörchen leben dort auch Seeadler, Schwarzstörche und Rotmilane. Zur Pflege der Flächen wird das Gebiet mit einer Rinderherde sowie halbwilden Konik-Pferden beweidet. Der WWF forderte im Zusammenhang mit den aktuellen Zahlen von der Politik eine österreichweite Renaturierungsoffensive.

Bedeutung von Auenlandschaften für Storchenbestände

Flusslandschaften wie jene an der March zählen zu den bedeutendsten Rückzugsgebieten für Weißstörche in Mitteleuropa. Grundsätzlich benötigen die Vögel für erfolgreiche Bruten ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren: geeignete Nistmöglichkeiten, ein ausreichendes Nahrungsangebot in Form von Fröschen, Insekten und Kleinsäugern sowie feuchte, extensiv genutzte Wiesenflächen in der Umgebung. Auenlandschaften bieten diese Bedingungen in besonderer Dichte, da regelmäßige Überflutungen und eine naturnahe Bewirtschaftung den Lebensraum für viele dieser Beutetiere erhalten.

Die Beweidung mit robusten Rinderrassen oder halbwilden Pferden ist in solchen Schutzgebieten ein gängiges Instrument der Landschaftspflege. Sie hält Offenlandflächen frei von aufkommendem Gehölz und fördert eine strukturreiche Vegetation, von der wiederum zahlreiche Insekten- und Amphibienarten profitieren. Damit trägt diese Form der Bewirtschaftung indirekt auch zur Nahrungsgrundlage von Storchenpopulationen bei.

Renaturierungsmaßnahmen, wie sie im Zusammenhang mit derartigen Erfolgsmeldungen häufig gefordert werden, zielen üblicherweise darauf ab, verbaute oder trockengelegte Flussabschnitte in einen naturnäheren Zustand zurückzuführen. Dazu zählen etwa die Wiederanbindung von Altarmen, der Rückbau von Uferbefestigungen oder die Schaffung zusätzlicher Überflutungsflächen. Solche Maßnahmen gelten in der Naturschutzarbeit als langfristige Investition, da sich positive Effekte auf Artenvielfalt und Wasserhaushalt oft erst über mehrere Jahre hinweg vollständig entfalten.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.