Rekord-Waldbrand in Friaul nach zwei Wochen gelöscht – Regen unterstützt 800 Feuerwehrleute

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

Dieses Thema Freunden empfehlen

In der italienischen Region Friaul-Julisch Venetien ist in der Nacht auf Freitag, den 21. August 2026, Regen gefallen und hat die Löscharbeiten bei den größten Waldbränden der Region unterstützt. Fast 1.000 Hektar Wald standen in den vergangenen zwei Wochen in Flammen, vor allem im Großraum Tolmezzo und Amaro. Feuerwehrkommandant Ricky De Agostini bezeichnete den Waldbrand als neuen Rekord in der Geschichte der Region.

Regen nach zwei Wochen Dauereinsatz

800 Feuerwehrleute mit 300 Fahrzeugen waren während der vergangenen zwei Wochen im Dauereinsatz, um die Brände einzudämmen. In der Nacht auf Freitag fiel bis zu 180 Millimeter Regen in der Region. Der Niederschlag erleichterte die Löscharbeiten erheblich. Ein geplanter Erkundungsflug mit dem Hubschrauber konnte wegen des zu starken Regens jedoch nicht stattfinden.

Für die Löscheinsätze aus der Luft wurde in den vergangenen Tagen Wasser aus dem Weißensee in Kärnten aufgenommen. Speziell ausgerüstete Löschflugzeuge holten dort über mehrere Tage insgesamt 252.000 Liter Wasser. Rund 250.000 Liter davon wurden gezielt für die Löscharbeiten an den Waldbränden in Friaul-Julisch Venetien eingesetzt.

Die Flammen zerstörten mehr als 1.000 Hektar Wald. Betroffen war insbesondere das Gebiet rund um Tolmezzo und Amaro. Dichte Rauchschwaden rund um das Kanaltal zogen zeitweise bis nach Kärnten. Die Feuerwehr will die betroffenen Gebiete nun mit Wärmebildkameras und Drohnen weiter kontrollieren, um mögliche Glutnester frühzeitig zu erkennen.

Löschwasser aus grenznahen Seen

Bei großflächigen Waldbränden greifen Einsatzkräfte häufig auf Löschflugzeuge und Hubschrauber zurück, die Wasser aus nahegelegenen Seen oder Flüssen aufnehmen. Grundsätzlich eignen sich dafür Gewässer, die groß und tief genug sind, um von speziellen Flugzeugen im Tiefflug angeflogen und befüllt werden zu können. Bei grenznahen Einsätzen kann Löschwasser dabei auch aus Nachbarländern stammen, wenn dort geeignete Gewässer in erreichbarer Entfernung liegen.

Wärmebildkameras und Drohnen gehören mittlerweile zur Standardausrüstung bei der Nachkontrolle größerer Waldbrandflächen. Sie ermöglichen es, auch nach dem sichtbaren Erlöschen der Flammen verborgene Glutnester im Boden oder unter Ästen und Laub aufzuspüren. Solche Glutnester können sich bei trockenem und windigem Wetter erneut zu offenen Bränden entwickeln, weshalb die Kontrolle betroffener Flächen üblicherweise über mehrere Tage oder Wochen fortgesetzt wird.

Starke Regenfälle wirken sich bei Waldbränden in der Regel doppelt aus: Sie unterstützen einerseits die Löscharbeiten am Boden und aus der Luft, weil offene Flammen leichter erstickt werden und sich Glutnester schwerer neu entzünden. Andererseits können intensive Niederschläge nach ausgedehnten Bränden auch neue Risiken mit sich bringen, etwa durch Erosion an freigelegten Hängen oder erschwerte Bedingungen für Erkundungsflüge, wie sie in diesem Fall zum Ausflall des geplanten Hubschraubereinsatzes führten.