Nach Mozart-Verbot: Rikschas prägen nun den Stephansplatz in Wien
Seit Juli gilt an mehreren Plätzen der Wiener Innenstadt, darunter am Stephansplatz, ein Verbot für sogenannte Mozartverkäufer. Diese haben den Platz seither geräumt. An ihre Stelle sind zahlreiche Rikschas und Fahrradtaxis getreten.
Die Bezirksvorstehung Innere Stadt berichtet von zahlreichen Beschwerden aus der Bewohnerschaft. Rund um den Stephansplatz habe die Zahl der Rikschas deutlich zugenommen.
Rechtliche Grauzone
Nach der Straßenverkehrsordnung ist das Halten und Parken von Fahrrädern in Fußgängerzonen erlaubt, sofern Fußgänger und der übrige Verkehr dadurch nicht behindert werden. Die Bezirksvorstehung beobachtet, dass gewerblich genutzte Rikschas diese Regelung ausnutzen.
Ein Sprecher der Polizei erklärte, dass die rechtliche Handhabe gering sei. Eine Strafe könne nur verhängt werden, wenn Rikschas den Verkehr tatsächlich behindern.
Antrag und politische Reaktion
Bereits im September 2025 hatte die Bezirksvertretung einen Antrag an die Stadt gestellt, mit dem Ziel, die Thematik eingehender zu prüfen.
Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) bezeichnete die Fahrzeuge als Dorn im Auge und erklärte, dass an Lösungen für Neuregelungen gearbeitet werde. Die derzeitige Situation sei inakzeptabel, da der Stephansplatz durch Touristenströme und den dortigen U-Bahn-Ausgang ohnehin beengt sei.








