Wien: Mutmaßlicher Waffenschmuggler in Penzing festgenommen
Die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) hat einen 35-jährigen russischen Staatsbürger als mutmaßlichen Waffenschmuggler ausgeforscht. Die Festnahme erfolgte in Wien-Penzing unter Beteiligung der Sondereinheit Cobra.
Zum Zeitpunkt der Festnahme wollte der Verdächtige 23 Griffstücke und Läufe der Marken Glock, SCT und Lone Wolf um 4.500 Euro verkaufen. Die Bezahlung war teils in Bargeld, teils in Kryptowährung vorgesehen.
Hausdurchsuchung und Untersuchungshaft
Im Zuge einer Hausdurchsuchung stellten die Behörden Datenträger, Bargeld sowie Belege über weitere Verkäufe von Griffstücken sicher. Der 35-Jährige war der DSN bereits vor seiner Festnahme im Zusammenhang mit Waffenkäufen und -verkäufen bekannt. Laut einem Sprecher des Innenministeriums sollen Deals dabei teils auf öffentlichen Parkplätzen stattgefunden haben. Der Verdächtige verweigert bisher die Aussage und befindet sich in Untersuchungshaft.
Geändertes Waffenrecht seit 2025
Bis zur Waffengesetz-Novelle 2025 galten Griffstücke und Gehäuse nicht als wesentliche Waffenteile und konnten legal erworben werden. Mit der Gesetzesänderung fallen sie nun unter diese Kategorie. Für ihren Kauf und Verkauf sind seitdem waffenrechtliche Bewilligungen erforderlich, und Transaktionen dürfen ausschließlich über zugelassene Waffenhändlerinnen und Waffenhändler abgewickelt werden.








