Salzburg investiert 1,3 Millionen Euro in Sanierung von Festungsberg und Kapuzinerberg

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Auf dem Salzburger Festungsberg und am Kapuzinerberg laufen umfangreiche Bauarbeiten. Mauern werden saniert, Steinschlagschutznetze erneuert und der Schutzwald überarbeitet. Auch an der Festung Hohensalzburg selbst finden Sanierungsarbeiten statt. Die Stadt Salzburg investiert rund 1,3 Millionen Euro in die Maßnahmen, die noch etwa ein Jahr dauern sollen.

Neue Schutznetze für den Kapuzinerberg

Am Kapuzinerberg geht es vor allem um den Schutz vor Steinschlag und fallenden Bäumen. Die zweite Reihe der Steinschlagschutznetze in der Nordwand ist in die Jahre gekommen, die bestehenden Zäune sind laut Bernhard Koch, Leiter des Kanal- und Gewässeramtes, Jahrzehnte alt und beschädigt. Stützen und Gitter der Netze müssen deshalb erneuert werden. Insgesamt werden heuer 350 Meter Steinschlagschutznetze ausgetauscht.

Bauleiter Harald Wehrmann von der Wildbach- und Lawinenverbauung beschreibt den Ablauf der Arbeiten: Zunächst werden Anker gebohrt und mit Ankermörtel verpresst. Anschließend werden die Netzpakete mit dem Hubschrauber herangeflogen und zum Schutz vor Steinschlag fixiert. Parallel dazu wird der Schutzwald am Kapuzinerberg saniert. Aus dem bisherigen Baumbestand soll ein stabilerer Mischwald entstehen.

Historische Mauern am Festungsberg werden gesichert

Auf dem Festungsberg müssen ebenfalls Mauern saniert und repariert werden. Beim historischen Bürgermeisterloch, das aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges stammt, werden lockere Mauerteile gesichert und Fugen ausgebessert. Angelika Wirthenstätter vom Hochbauamt der Stadt schildert die Vorgehensweise: Pflanzen und Wurzeln werden aus dem Mauerwerk entfernt, die einzelnen Mauerblöcke müssen nummeriert werden, damit sie später wieder in der genauen Reihenfolge eingebaut werden können. Bei der Sanierung kommen möglichst jene Materialien zum Einsatz, mit denen die Anlage bereits 1635 errichtet wurde.

Die Stadt Salzburg verfügt insgesamt über elf Kilometer alte Wehrmauern. Manche der Baustellen sind nur sehr schwer zugänglich, was die Arbeiten zusätzlich erschwert.

Bröckelnder Putz an der Festung Hohensalzburg

Auch an der Festung Hohensalzburg selbst wird gearbeitet. Nach rund 35 Jahren bröckelt dort der Putz. Die Fassade bekommt deshalb wieder einen traditionellen Putz aus Kalk und Sand. Markus Mackinger, der beim Baumanagement für Salzburgs Burgen und Schlösser tätig ist, betont, dass die Fassade rein historische Materialien benötigt. Gearbeitet wird in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Die Sanierung der Festung wird sich über mehrere Jahre ziehen.

Gearbeitet werden kann bis zum ersten Frost, danach geht die Baustelle in die Winterpause. Im kommenden Jahr wird die Festung Hohensalzburg 950 Jahre alt.

Denkmalschutz bei historischer Bausubstanz

Bei der Sanierung historischer Bauwerke gelten grundsätzlich besondere Anforderungen. Denkmalgeschützte Anlagen müssen üblicherweise mit Materialien und Techniken instand gesetzt werden, die dem ursprünglichen Baubestand möglichst nahekommen. Das betrifft etwa die Zusammensetzung von Putz, Mörtel oder Mauerwerk ebenso wie die handwerkliche Ausführung. Ziel ist es dabei in der Regel, das historische Erscheinungsbild und die bauliche Substanz langfristig zu erhalten, ohne die ursprüngliche Struktur zu verändern.

Arbeiten an exponierten Felswänden und historischen Wehranlagen bringen zudem besondere logistische Herausforderungen mit sich. Schwer zugängliche Stellen erfordern häufig den Einsatz von Hubschraubern oder speziellen Sicherungstechniken, um Material und Ausrüstung an Ort und Stelle zu bringen. Steinschlagschutzsysteme in Felswänden bestehen üblicherweise aus verankerten Netzen, die über Stützkonstruktionen gehalten werden und regelmäßig auf ihren Zustand geprüft werden müssen, da Witterungseinflüsse und Materialermüdung die Schutzwirkung über Jahrzehnte verringern können. Auch Schutzwälder an Hanglagen werden regelmäßig gepflegt, um ihre Funktion als natürliche Barriere gegen Steinschlag und Erosion dauerhaft zu sichern.