In der Stadt Salzburg sind heuer so viele Straßenschäden durch Hitze aufgetreten wie noch nie. Ein 15-köpfiges Team der Stadtverwaltung ist täglich im Einsatz, um Verformungen der Fahrbahnen entgegenzuwirken und bereits entstandene Schäden zu beheben.
Aufgebrochener Asphalt in der Moosstraße
Besonders betroffen ist die Moosstraße im Stadtteil Leopoldskron-Moos. Die Fahrbahn ist dort stark ausgetrocknet und heiß. Unter hoher Belastung gibt der Asphalt nach, es entstehen Risse und Setzungen. Im Stadtteil Leopoldskron-Moos wurden 2026 deutlich mehr Schäden registriert als in den Jahren zuvor. Seit Ende Juli sind für Material zur Instandhaltung der Moosstraße rund 10.000 Euro ausgegeben worden.
Herbert Seebauer, Techniker vom Bauhof der Stadt Salzburg, weist darauf hin, dass die Risse eine konkrete Gefahr darstellen. Radfahrer könnten dadurch gefährdet werden, Fußgänger könnten stolpern.
Wellen und Spurrillen an Bushaltestellen
Auch an Bushaltestellen zeigt sich das Ausmaß der Hitzeschäden deutlich, etwa beim Mirabellplatz. Dort wird der Asphalt durch die hohen Temperaturen weich. Beim Anfahren und Bremsen der Busse verschiebt sich das Material wie eine Art Teig. Dadurch bilden sich Wellen und Spurrillen in der Fahrbahn.
Um solche Schäden zu beheben, sind 15 Arbeiter und Techniker der Stadt Salzburg täglich unterwegs. Sie sind sowohl für die Instandhaltung als auch für die laufende Behebung neu entstandener Schäden zuständig.
Steiferer Belag am Hanuschplatz als Vorbild
Auf dem Hanuschplatz wurde bereits vor Jahren ein anderer Straßenbelag aufgebracht. Es handelt sich um einen Mischbelag aus Beton und Asphalt. Dieser Belag ist deutlich steifer als herkömmlicher Asphalt und kann Schubkräfte, wie sie etwa beim Anfahren und Bremsen von Fahrzeugen entstehen, besser aufnehmen.
Grundsätzlich reagiert Asphalt empfindlich auf hohe Temperaturen. Das Bindemittel Bitumen, das die Gesteinskörnung im Asphalt zusammenhält, wird bei Hitze weicher und verliert an Stabilität. Je höher die Belastung durch Verkehr und je länger anhaltende Hitzeperioden andauern, desto größer ist die Gefahr von Verformungen. Besonders gefährdet sind Stellen, an denen Fahrzeuge häufig bremsen, anfahren oder abbiegen, da dort seitliche und horizontale Kräfte auf die Fahrbahn wirken. Bushaltestellen und stark befahrene Kreuzungen zählen daher üblicherweise zu den Bereichen mit erhöhtem Risiko für Spurrillen und Wellenbildung.
Mischbeläge aus Beton und Asphalt gelten in der Straßenbautechnik als eine Möglichkeit, um solchen Verformungen entgegenzuwirken. Durch den höheren Betonanteil erhält die Fahrbahn eine größere Steifigkeit, wodurch sie Belastungen besser standhält und weniger anfällig für temperaturbedingte Verformungen ist. Solche Beläge kommen daher häufig an besonders beanspruchten Stellen zum Einsatz, etwa an Haltestellen oder Kreuzungsbereichen mit hohem Verkehrsaufkommen.








