Salzburg stützt Altkleidersammlung mit 80.000 Euro nach Preisverfall durch Russland-Sanktionen

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Salzburger Soziale Arbeit erhält städtische Unterstützung wegen gesunkener Altkleiderpreise

Die Salzburger Soziale Arbeit kann ihre Kleidersammlung derzeit nicht mehr kostendeckend betreiben. Grund sind massiv eingebrochene Altkleiderpreise. Der Sozialbetrieb erhält deshalb eine finanzielle Unterstützung von der Stadt Salzburg.

Der Betrieb verarbeitet jährlich mehr als 400 Tonnen Altkleider und beschäftigt fast 100 Langzeitarbeitslose. Geschäftsführer Christian Moik zufolge benötigt die Organisation für die kommenden knapp zwei Jahre rund 80.000 Euro von der Stadt.

Hintergrund der Preisentwicklung

Stadt und Land Salzburg sammeln zusammengerechnet jährlich rund 1.200 Tonnen aussortierte Kleidung. Davon können nur rund zehn Prozent weiterverkauft werden, der Rest geht an einen Zwischenhändler. Ein Großteil der Altkleider gelangt über einen großen Abnehmer des Zwischenhändlers in den Osten Russlands und angrenzende Gebiete. Dieser Abnehmer ist durch Sanktionen unter Druck geraten und kann die bisherigen Preise nicht mehr bezahlen. Der Zwischenhändler garantiert laut Angaben, dass die Ware nicht auf einer afrikanischen Müllhalde landet.

Einstimmige Entscheidung im Stadtrat

Die beantragte Finanzspritze für die Salzburger Soziale Arbeit wurde im Stadtrat einstimmig genehmigt. Vincent Pultar, Finanzsprecher der SPÖ im Stadtrat, äußerte sich zu der Entscheidung.

Ab 2028 greift eine EU-weite Vorschrift zur erweiterten Erzeugerverantwortung. Diese sieht vor, dass Hersteller, Importeure und Onlinehändler künftig für Sammlung, Sortierung und Recycling von Textilien aufkommen müssen.