Salzburger Fachkräfte holen Auszeichnungen bei Berufsweltmeisterschaft in Shanghai

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Zwei junge Fachkräfte aus Salzburg haben bei der 48. Berufsweltmeisterschaft in Shanghai eine „Medal for Excellence“ erhalten. Julia Gschwandtner, Floristin aus Bergheim im Flachgau, und Bernhard Moser, Landmaschinentechniker aus Eben im Pongau, verfehlten damit zwar einen Podestplatz, erreichten aber jeweils mindestens 700 von 800 möglichen Punkten. Die Auszeichnungen wurden am Sonntag, dem 27. September 2026, vergeben. Insgesamt hatten rund 1.400 junge Fachkräfte aus aller Welt in 60 Berufen um die Weltmeistertitel gekämpft.

Punktgleichstand knapp am Podest vorbei

Julia Gschwandtner und Bernhard Moser traten jeweils in ihrem Fachbereich gegen die internationale Konkurrenz an. Für Gschwandtners aufwendigstes Arbeitsstück, eine Raumtrenner-Dekoration, standen zweieinhalb Stunden zur Verfügung, bei den übrigen Aufgaben blieben den Teilnehmern meist nur zwei Stunden Zeit. Insgesamt erstreckte sich der Wettbewerb über vier Tage, an denen täglich neue Aufgaben zu bewältigen waren. Beide Salzburger erreichten die für eine „Medal for Excellence“ nötige Punktzahl von mindestens 700 Punkten, blieben damit aber unterhalb der Podestplätze. Für beide war die Teilnahme einmalig: Bei Berufsweltmeisterschaften ist ein Antritt nur einmal im Leben möglich, zudem müssen die Teilnehmer zum Zeitpunkt des Wettbewerbs jünger als 23 Jahre sein.

Starkes Abschneiden des österreichischen Teams

Österreich reiste mit dem größten europäischen Team nach Shanghai und holte insgesamt zehn Medaillen. Vier Teilnehmer wurden Vizeweltmeister und sicherten sich Silber, sechs weitere gewannen Bronze. Zusätzlich zu den zehn Medaillen erhielten 20 österreichische Teilnehmer eine „Medal for Excellence“, wie sie auch an Gschwandtner und Moser verliehen wurde. Von den 48 Mitgliedern des österreichischen Teams kehrten damit 32 mit einer Auszeichnung zurück. In der Nationenwertung belegte Österreich den siebten Platz, gewonnen wurde die Wertung vom Gastgeberland China. Unter den europäischen Ländern liegt Österreich damit auf dem dritten Rang, hinter der Schweiz und Frankreich. Im Vergleich zur vorangegangenen Berufsweltmeisterschaft in Frankreich, bei der Österreich sieben Medaillen erreicht hatte, fällt die Bilanz aus Shanghai damit deutlich besser aus. Jürgen Kraft, Teamchef und Geschäftsführer von Skills Austria, begleitete das österreichische Team bei dem Wettbewerb. Die Siegerehrung selbst fand vor 15.000 Zuschauern in einer Arena in Shanghai statt, Interviews ließ der chinesische Veranstalter im Anschluss daran jedoch nicht zu.

Wettbewerb für den beruflichen Nachwuchs

Die Berufsweltmeisterschaften, ausgetragen unter dem Dach von WorldSkills, verstehen sich grundsätzlich als internationale Leistungsschau für junge Fachkräfte aus der dualen Berufsausbildung und vergleichbaren Ausbildungswegen. Teilnehmer treten dabei in eng abgesteckten Zeitfenstern gegeneinander an und müssen praxisnahe Aufgaben unter Wettbewerbsbedingungen lösen, oft unter Beobachtung von Fachjurys, die Präzision, Arbeitstempo und handwerkliche Qualität bewerten. Für viele Berufsgruppen, von handwerklichen Gewerken bis zu technischen Fachrichtungen, gilt die Teilnahme an einer solchen Weltmeisterschaft als Höhepunkt der Ausbildungszeit, da die Altersgrenze und die einmalige Teilnahmemöglichkeit den Wettbewerb auf den beruflichen Nachwuchs zuschneiden.

In Österreich übernimmt die Organisation Skills Austria üblicherweise die Auswahl, Vorbereitung und Begleitung der nationalen Teams für solche internationalen Bewerbe. Die Vorbereitung erstreckt sich dabei in der Regel über einen längeren Zeitraum, in dem angehende Fachkräfte ihre Fertigkeiten gezielt auf die Anforderungen des internationalen Vergleichs ausrichten. Die Ergebnisse solcher Weltmeisterschaften werden von Berufsverbänden und Bildungseinrichtungen häufig auch als Indikator für die Qualität der dualen Ausbildung in den jeweiligen Ländern herangezogen, wobei die Nationenwertung die Gesamtleistung aller Teammitglieder eines Landes zusammenfasst.