Die 25-jährige Katharina Reisenbauer aus Salzburg hat am Donnerstag als UN-Jugenddelegierte vor der UN-Vollversammlung in New York gesprochen. Sie ist Teil der offiziellen österreichischen Abordnung im UN-Hauptquartier und hielt dort eine Rede vor dem 3. Komitee der UN-Generalversammlung, das sich mit sozialen, humanitären und menschenrechtlichen Fragen befasst.
Auftritt vor dem zuständigen UN-Komitee
Reisenbauer trat im Rahmen der laufenden Sitzungsperiode der UN-Generalversammlung auf. Ihre Rede richtete sich an das 3. Komitee, in dem Themen wie soziale Entwicklung, Kultur und Menschenrechte verhandelt werden. Als UN-Jugenddelegierte vertritt sie dabei die österreichische Position innerhalb der offiziellen Abordnung des Landes.
Während ihres Aufenthalts in New York organisierte Reisenbauer zusätzlich eine eigene Veranstaltung. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Gesundheitsversorgung geschlechtergerechter gestaltet werden kann. Damit setzte sie neben ihrem offiziellen Redeauftritt einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt ihres Einsatzes bei den Vereinten Nationen.
Reisenbauer studierte an der Sciences Po in Paris, einer der bekanntesten Hochschulen für Politik- und Sozialwissenschaften in Frankreich. Darüber hinaus engagierte sie sich ehrenamtlich in unterschiedlichen internationalen Jugendbeteiligungsprojekten, bevor sie die Funktion der UN-Jugenddelegierten übernahm.
Aufgabe und Auswahl von UN-Jugenddelegierten
Grundsätzlich sollen UN-Jugenddelegierte jungen Menschen eine Stimme in internationalen Gremien verschaffen. Sie nehmen an Sitzungen der UN-Generalversammlung teil, bringen die Perspektiven junger Menschen aus ihrem Heimatland ein und berichten im Anschluss häufig über ihre Erfahrungen in schulischen oder zivilgesellschaftlichen Zusammenhängen. Die Funktion ist zeitlich befristet und wird in vielen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen in Zusammenarbeit mit Jugendorganisationen, Ministerien oder diplomatischen Vertretungen vergeben.
Üblicherweise werden UN-Jugenddelegierte in einem Bewerbungsverfahren ausgewählt, bei dem neben inhaltlichem Engagement auch internationale Erfahrung und Kenntnisse im Bereich der Vereinten Nationen eine Rolle spielen. In der Praxis bringen viele Delegierte bereits Erfahrungen aus Jugendorganisationen, Auslandsstudien oder ehrenamtlicher Arbeit mit, bevor sie ihr Mandat antreten.
Das 3. Komitee der UN-Generalversammlung, vor dem Reisenbauer sprach, behandelt klassischerweise Themen wie soziale Entwicklung, Menschenrechte, Gleichstellung und Fragen der Jugendpolitik. Delegierte verschiedener Mitgliedstaaten bringen dort nationale Positionen ein, die anschließend in die weiteren Beratungen der Generalversammlung einfließen können. Jugenddelegierte ergänzen diesen Prozess, indem sie eine Perspektive einbringen, die sich gezielt an den Anliegen junger Menschen orientiert.







