Schneekanone versorgt Kühe auf ausgetrockneter Schweizer Alp mit Wasser

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Auf Schweizer Alpen sind Quellen und Bäche wegen anhaltender Trockenheit ausgetrocknet oder führen kaum noch Wasser. Auf der Alpe Hitzeggen in Graubünden hat dies dazu geführt, dass die Wasserversorgung für Kühe nicht mehr auf natürlichem Weg gesichert werden kann. Die Bergbahnen Obersaxen Mundaun unterstützen deshalb die dort tätige Hirtin Sandra Herger, indem sie mithilfe einer Schneekanone Wasser in die Wassertröge der Tiere pumpen.

Insgesamt fließen auf diesem Weg 4.500 Liter Wasser in drei Tröge. Genutzt wird dafür der Speichersee der Bergbahnen, der bis zu 35.000 Kubikmeter Wasser fasst und normalerweise der Beschneiung im Winter dient.

Wassermangel auf der Alpe Hitzeggen zwingt zu ungewöhnlicher Lösung

Auf der Alpe Hitzeggen in Graubünden sind die üblichen Quellen und Bäche, aus denen Weidetiere sonst Wasser beziehen, nahezu versiegt. Für Hirtin Sandra Herger bedeutet das, dass die Wasserversorgung der Kühe nicht mehr gewährleistet ist. Die Bergbahnen Obersaxen Mundaun haben daraufhin technische Unterstützung geleistet und befüllen die Wassertröge mit einer Schneekanone.

Das Pumpen erfolgt täglich zwischen 11.00 und 16.00 Uhr. Der dafür benötigte Strom stammt aus der photovoltaischen Anlage der Bergbahn. Die Wassermenge von 4.500 Litern wird aus dem Speichersee entnommen, der sonst zur Beschneiung der Pisten im Winter verwendet wird und ein Fassungsvermögen von bis zu 35.000 Kubikmetern hat.

Die Trockenheit zeigt sich auch auf den umliegenden Weideflächen: Das Gras dort ähnelt inzwischen eher Heu als frischem Grün. Die betroffenen Flächen gehören Landwirten, die dieselben Flächen im Winter als Teil des Skigebiets nutzen. Seit dem 1. August entfallen zudem die Zölle auf Heuimporte, was in der aktuellen Situation für Landwirtschaftsbetriebe von Bedeutung sein kann, die auf Futterzukäufe angewiesen sind.

Wie Wassermangel auf Alpen grundsätzlich entsteht

Alpine Weideflächen sind in der Regel auf natürliche Wasserquellen wie Bäche, Quellen oder kleinere Bergseen angewiesen. Diese werden meist durch Niederschlag, Schneeschmelze und unterirdische Wasserführung gespeist. Bleibt der Niederschlag über längere Zeit aus oder fällt die Schneeschmelze im Frühjahr geringer aus als üblich, sinkt der Wasserstand in diesen natürlichen Systemen deutlich. Betroffen sind davon vor allem höher gelegene Alpen, da dort die Wasserspeicherung im Boden oft geringer ist als im Tal.

Bei anhaltender Trockenheit müssen Landwirtschaftsbetriebe und Alppersonal häufig auf alternative Wasserquellen zurückgreifen. Dazu zählen Wassertransporte per Tank, das Anzapfen von Trinkwasserleitungen oder – wie im vorliegenden Fall – die Nutzung von Infrastruktur, die ursprünglich für andere Zwecke bestimmt ist. Speicherseen von Bergbahnen etwa dienen normalerweise der Wasserversorgung für Schneekanonen im Winterbetrieb. In Trockenperioden im Sommer können solche Speicher jedoch auch für die Versorgung von Weidetieren genutzt werden, sofern die技­nischen Voraussetzungen wie Pumpen und Leitungen vorhanden sind.

Auch die Vegetation auf Alpweiden reagiert empfindlich auf fehlenden Niederschlag. Gräser, die üblicherweise saftig und grün wachsen, vertrocknen bei anhaltender Hitze und nehmen eine strohige, heuähnliche Struktur an. Das wirkt sich unmittelbar auf die Futterqualität für Weidetiere aus und kann in ausgeprägten Trockenperioden dazu führen, dass Landwirte zusätzliches Futter zukaufen müssen.

Bedeutung von Zollregelungen für den Agrarsektor

Zollbestimmungen auf importierte landwirtschaftliche Güter wie Heu spielen insbesondere in Zeiten von Futterknappheit eine Rolle. Entfallen Einfuhrzölle, wie es seit dem 1. August für Heuimporte der Fall ist, kann dies die Beschaffung von Futter aus dem Ausland erleichtern und verbilligen. Solche Regelungen betreffen in der Regel den gesamten Agrarsektor eines Landes und stehen nicht ausschließlich im Zusammenhang mit einzelnen regionalen Trockenheitsereignissen. Sie können jedoch für Betriebe, die von Wasser- oder Futtermangel betroffen sind, eine zusätzliche Option zur Sicherstellung der Tierversorgung darstellen.

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