In Wien hat am Montag, dem 4. September 2026, wieder die Schule begonnen. Im Vorjahr wurden in der Stadt 80 Schulwegunfälle gezählt, bei denen 92 Kinder verletzt wurden. Am häufigsten verunglückten die Kinder dabei zu Fuß. Zum Start des neuen Schuljahres verstärkt die Polizei ihre Kontrollen im Bereich von Schulen.
Verstärkte Kontrollen und Appelle zum Schulstart
Die Polizei kündigte an, rund um Schulen zu Schulbeginn verstärkt zu kontrollieren. Gemeinsam mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit richtet sie einen Appell an Fahrzeuglenker, ihre Geschwindigkeit in Schulbereichen zu reduzieren. Zudem empfiehlt die Polizei, den Schulweg mit Kindern bereits vor dem eigentlichen Schulbeginn gemeinsam zu üben.
Die Stadt Wien verweist auf mehrere Maßnahmen, die den Schulweg sicherer machen sollen. Mittlerweile gibt es in Wien 93 Kfz-freie Schulvorplätze. Außerdem sind 222 Schulen an das städtische Radnetz angebunden. Eine besondere Rolle spielen dabei sogenannte Schulstraßen: An Schultagen gilt dort 30 Minuten vor Unterrichtsbeginn ein Fahrverbot für Kraftfahrzeuge, an einigen Standorten zusätzlich auch 30 Minuten nach Unterrichtsende. Die Rohrwassergasse im 12. Bezirk gilt als längste Schulstraße Europas.
Das Konzept der Schulstraße
Schulstraßen sind ein verkehrsplanerisches Instrument, das in mehreren europäischen Städten eingesetzt wird, um den Bereich vor Schulen zu bestimmten Tageszeiten vom motorisierten Verkehr freizuhalten. Grundsätzlich wird dabei eine Straße oder ein Straßenabschnitt für einen begrenzten Zeitraum am Morgen und mitunter auch am Nachmittag für Kraftfahrzeuge gesperrt. Ziel ist es, den Bring- und Abholverkehr mit dem Auto in unmittelbarer Schulnähe zu reduzieren und dadurch die Zahl gefährlicher Verkehrssituationen im direkten Umfeld von Schuleingängen zu verringern.
Kfz-freie Schulvorplätze verfolgen einen ähnlichen Ansatz, wirken jedoch dauerhaft und nicht nur zeitlich begrenzt. Dabei wird der unmittelbare Bereich vor dem Schuleingang generell für den Autoverkehr gesperrt, sodass Kinder dort ohne direkten Kontakt mit fahrenden oder parkenden Fahrzeugen zur Schule gehen können. Solche Maßnahmen sind in der Stadtplanung Teil eines größeren Bemühens, den Schulweg unabhängig vom motorisierten Verkehr sicherer zu gestalten.
Zu-Fuß-Gehen als besonderer Risikobereich
Dass Schulkinder besonders häufig beim Zu-Fuß-Gehen verunglücken, hängt allgemein mit mehreren Faktoren zusammen, die typischerweise bei jüngeren Verkehrsteilnehmern eine Rolle spielen. Kinder können Geschwindigkeiten und Entfernungen von Fahrzeugen oft noch nicht zuverlässig einschätzen. Zudem ist ihr Sichtfeld eingeschränkter als jenes von Erwachsenen, und sie lassen sich leichter ablenken, etwa durch andere Kinder oder durch Gespräche auf dem Weg zur Schule. Aus diesem Grund empfehlen Verkehrsexperten regelmäßig, den Schulweg gemeinsam mit Kindern einzuüben, bevor sie ihn eigenständig zurücklegen. Dabei können typische Gefahrenstellen wie unübersichtliche Kreuzungen oder stark befahrene Straßenabschnitte gezielt besprochen werden.
Auch für Fahrzeuglenker gelten in der Nähe von Schulen besondere Sorgfaltspflichten. Eine reduzierte Geschwindigkeit verkürzt den Bremsweg und vergrößert die Reaktionszeit, wenn Kinder unerwartet die Fahrbahn betreten. Gerade zu Schulbeginn, wenn viele Kinder erstmals oder nach den Ferien wieder eigenständig unterwegs sind, gilt der Bereich rund um Schulen als besonders sensibel für den fließenden Verkehr.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.







