Bei einem Verkehrsunfall auf der Völkermarkter Straße in Klagenfurt ist am späten Montagabend ein 22-jähriger E-Scooter-Fahrer schwer verletzt worden. Der Zusammenstoß mit einem Pkw ereignete sich gegen 23.00 Uhr im Bereich der Kreuzung mit dem Südring. Der Verletzte wurde vom Rettungsdienst ins Klinikum Klagenfurt gebracht.
Kollision an der Kreuzung Südring
Nach Angaben der Polizei war ein 32-jähriger Mann aus Klagenfurt mit seinem Pkw auf der Völkermarkter Straße stadteinwärts unterwegs. Er wollte an der Kreuzung in den Südring einbiegen und wartete dazu, bis die Ampel auf Grün schaltete. Anschließend fuhr er nach links ab.
Zur selben Zeit war ein 22-jähriger Mann aus Klagenfurt mit einem E-Scooter auf dem linken Gehweg neben der Völkermarkter Straße in Richtung Innenstadt unterwegs. Laut Polizei querte er die Fahrbahn auf einem Schutzweg, obwohl die Ampel für ihn Rot zeigte. Der Pkw-Lenker habe den E-Scooter-Fahrer den Angaben zufolge zu spät gesehen.
Es kam zu einer Frontalkollision zwischen dem Auto und dem E-Scooter. Der 22-Jährige wurde durch den Aufprall gegen die Windschutzscheibe des Fahrzeugs geschleudert und erlitt schwere Verletzungen. Der Rettungsdienst brachte ihn ins Klinikum Klagenfurt.
Schutzwege und Ampelregelungen für Radfahrer und E-Scooter-Nutzer
Grundsätzlich gelten für E-Scooter im Straßenverkehr ähnliche Regeln wie für Fahrräder. Das bedeutet unter anderem, dass an Schutzwegen mit Ampelanlage auch für Personen auf E-Scootern die jeweilige Lichtsignalanzeige verbindlich ist. Bei Rotlicht besteht keine Berechtigung, die Fahrbahn zu queren, unabhängig davon, ob der Schutzweg gleichzeitig von Fußgängern genutzt wird oder nicht.
Kreuzungsbereiche mit kombinierten Ampelanlagen für Fahrzeuge, Radverkehr und Fußgänger gelten allgemein als besonders unfallträchtig. Autofahrende müssen beim Abbiegen gleichzeitig den Gegenverkehr, den Querverkehr sowie querende Fußgänger und Radfahrende im Blick behalten. Gerade bei Dunkelheit oder eingeschränkten Sichtverhältnissen kann die Wahrnehmung von Personen auf Schutzwegen erschwert sein, insbesondere wenn diese aus einem Bereich kommen, der nicht der regulären Fahrtrichtung entspricht.
E-Scooter unterscheiden sich von Fahrrädern zudem durch ihre geringere Sichtbarkeit und ihre im Vergleich oft höhere Beschleunigung aus dem Stand. Verkehrssicherheitsexperten weisen regelmäßig darauf hin, dass diese Fahrzeuge im Straßenbild leicht übersehen werden können, wenn sie sich abseits der klassischen Fahrbahn bewegen, etwa auf Gehwegen. In Städten mit zunehmender Nutzung von E-Scootern wird deshalb wiederholt auf die Bedeutung klarer Verkehrsführung und gegenseitiger Rücksichtnahme an Kreuzungen hingewiesen.








