Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B115 Eisenbundesstraße in Eisenerz ist am Montagabend ein 22-jähriger Motorradfahrer aus dem Bezirk Leoben schwer verletzt worden. Der Unfall ereignete sich um 18:25 Uhr in Fahrtrichtung Hieflau, als der Motorradlenker mit einem entgegenkommenden, nach links abbiegenden Pkw kollidierte. Nach dieser ersten Kollision prallte er zusätzlich gegen ein nachfahrendes Fahrzeug. Insgesamt wurden sechs Personen medizinisch versorgt, der Motorradfahrer wurde mit dem Notarzthubschrauber ins LKH Graz gebracht.
Kollision mit zwei Fahrzeugen auf der B115
Der 22-Jährige war auf der B115 in Richtung Hieflau unterwegs, als ihm ein Pkw entgegenkam, dessen 60-jähriger deutscher Lenker nach links abbog. Bei der Kollision zwischen Motorrad und Pkw wurde der Motorradfahrer erfasst. Unmittelbar danach kam es zu einer zweiten Kollision: Der Motorradlenker prallte gegen ein Fahrzeug, das hinter dem abbiegenden Pkw fuhr und von einem 36-jährigen Mann aus dem Bezirk Liezen gelenkt wurde.
Der 22-Jährige erlitt bei dem Unfall schwere Verletzungen. Nach der Erstversorgung am Unfallort wurde er von einem Notarzthubschrauber des ÖAMTC ins Landeskrankenhaus Graz geflogen, wo er weiterbehandelt wird.
Auch die Insassen der beiden beteiligten Pkw blieben nicht unversehrt. Insgesamt fünf Personen aus den beiden Fahrzeugen wurden vom Roten Kreuz vor Ort betreut und zur weiteren medizinischen Abklärung in das LKH Hochsteiermark am Standort Leoben eingeliefert.
Rettungskette bei schweren Verkehrsunfällen im ländlichen Raum
Bei schweren Verkehrsunfällen auf überregionalen Straßen wie der B115 greifen mehrere Rettungsorganisationen ineinander. Das Rote Kreuz übernimmt in der Regel die Erstversorgung und den Transport leichter bis mittelschwer verletzter Personen in umliegende Krankenhäuser, während bei schweren Verletzungen häufig ein Notarzthubschrauber angefordert wird. Dieser ermöglicht eine rasche Verlegung in ein Krankenhaus mit entsprechender fachärztlicher Ausstattung, etwa für Unfallchirurgie oder Intensivmedizin, wie sie das LKH Graz als größeres Zentrum bereitstellt.
Kleinere regionale Häuser wie das LKH Hochsteiermark am Standort Leoben übernehmen häufig die medizinische Abklärung von Unfallbeteiligten, deren Verletzungen zunächst nicht lebensbedrohlich erscheinen, aber dennoch einer genauen Untersuchung bedürfen. Diese Aufteilung zwischen Erstversorgung vor Ort, Weitertransport in ein Schwerpunktkrankenhaus und Abklärung in wohnortnahen Kliniken ist bei Verkehrsunfällen mit mehreren Beteiligten ein gängiges Vorgehen der Einsatzkräfte.
Strecken wie die B115 durch das obersteirische Bergland gelten aufgrund ihrer Streckenführung mit zahlreichen Kurven und wechselnden Sichtverhältnissen als anspruchsvoll für alle Verkehrsteilnehmer. Gerade bei Abbiegevorgängen an unübersichtlichen Stellen kommt es immer wieder zu Situationen, in denen entgegenkommende einspurige Fahrzeuge spät erkannt werden. Verkehrssicherheitsexperten weisen in diesem Zusammenhang regelmäßig auf die besondere Gefährdung von Motorradfahrern bei Kollisionen mit abbiegenden Pkw hin, da bei solchen Unfällen aufgrund der fehlenden Knautschzone des Motorrads häufig schwere Verletzungen die Folge sind.








