In Pischelsdorf im Bezirk Tulln sind am Dienstagabend bei einem Verkehrsunfall vier Personen verletzt worden. Zwei Autos waren auf Höhe einer Firmenausfahrt kollidiert. Eine Person erlitt schwere Verletzungen und wurde mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 9 abtransportiert. Drei weitere Personen wurden vom Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus gebracht.
Fahrzeuge landeten im Graben
Nach der Kollision kamen beide Fahrzeuge in einem angrenzenden Graben zum Stillstand. Um zu einer eingeschlossenen Person zu gelangen, öffnete die Feuerwehr die Beifahrerseite eines der Fahrzeuge mit hydraulischen Rettungsgeräten. Dazu wurde die B-Säule entfernt.
Die Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle ab und bauten vorsorglich einen Brandschutz auf. Die beiden Unfallfahrzeuge wurden anschließend mittels Seilwinden aus dem Graben geborgen. Der gesamte Einsatz dauerte rund eineinhalb Stunden. Im Einsatz standen die Feuerwehren Pischelsdorf, Zwentendorf an der Donau und Langenschönbichl.
Technische Rettung bei eingeklemmten Personen
Bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen kommt üblicherweise die sogenannte technische Rettung zum Einsatz. Dabei setzen Feuerwehren hydraulische Geräte wie Spreizer und Schneidgerät ein, um Fahrzeugteile zu entfernen und einen Zugang für Rettungskräfte zu schaffen. Das Entfernen der B-Säule, also der tragenden Verbindung zwischen Vorder- und Hintertür, gehört zu den gängigen Maßnahmen, wenn Insassen sonst nicht befreit werden können.
Parallel zur technischen Rettung sichern Einsatzkräfte die Unfallstelle in der Regel ab, etwa durch Absperrungen und den Aufbau eines Brandschutzes mit Löschmitteln, um im Fall austretender Betriebsstoffe rasch reagieren zu können. Kommen Fahrzeuge nach einem Unfall abseits der Fahrbahn zum Stehen, etwa in einem Graben oder einer Böschung, werden sie häufig mit Seilwinden geborgen, da ein Abschleppen aus eigener Kraft dort meist nicht möglich ist.
Bei schweren Verletzungen im ländlichen Raum wird oft ein Rettungshubschrauber angefordert, um die medizinische Versorgung zu beschleunigen und lange Transportwege in ein geeignetes Krankenhaus zu verkürzen. Grundsätzlich arbeiten bei solchen Einsätzen mehrere Feuerwehren aus der Umgebung zusammen, um ausreichend Personal und technisches Gerät vor Ort zu haben.







