Shamonda-Virus breitet sich in Tirols Rinderherden aus – keine Behandlung möglich

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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In Tirol breitet sich das Shamonda-Virus unter Rinderherden aus. Das ursprünglich aus Afrika stammende Virus sorgt bei betroffenen Tieren unter anderem für Fieber, wässrigen Durchfall und eine geringere Milchleistung. Für den Menschen besteht nach aktuellem Wissensstand keine Gefahr. Eine Impfung oder eine spezielle Therapie gegen die Infektion gibt es bislang nicht.

Ausbreitung in Tiroler Rinderherden

Die Landwirtschaftskammer nennt als Kennzeichen einer Shamonda-Infektion Fieber, wässrigen Durchfall, eine reduzierte Milchleistung, Atemwegsprobleme sowie Fressunlust. Zudem berichten Betroffene von Tieren, die nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen können. Todesfälle unter den erkrankten Rindern sind laut den vorliegenden Angaben aber selten.

Landwirtinnen und Landwirten bleibt derzeit lediglich die Möglichkeit, einzelne Symptome zu behandeln. Eine gezielte Bekämpfung des Virus selbst ist nicht möglich, da weder ein Impfstoff noch eine spezifische Therapie zur Verfügung stehen.

Übertragen wird das Virus durch Gnitzen, kleine blutsaugende Mücken. Eine direkte Ansteckung von Tier zu Tier gilt als nicht belegt. Eine Ausnahme bildet die Übertragung auf Föten trächtiger Kühe, die im Mutterleib angesteckt werden können.

In Österreich unterliegt die Shamonda-Infektion keiner Meldepflicht. Von behördlicher Seite sind derzeit auch keine verpflichtenden Bekämpfungsmaßnahmen vorgesehen.

Herkunft und Verbreitung des Erregers

Das Shamonda-Virus wurde erstmals Mitte der 1960er Jahre in Nigeria nachgewiesen. In den folgenden Jahrzehnten trat es vereinzelt im westlichen, östlichen und südlichen Afrika sowie in Japan auf. Im Sommer 2026 wurde das Virus erstmals auch in Mitteleuropa festgestellt.

Neben Tirol wurde die Erkrankung inzwischen auch in der Schweiz und in Deutschland bei Pferden nachgewiesen. Das Shamonda-Virus ist eng mit dem Schmallenbergvirus verwandt, das in den vergangenen Jahren ebenfalls unter Wiederkäuern in Europa aufgetreten ist.

Übertragung durch Gnitzen

Gnitzen zählen zu den kleinsten stechenden Insekten in Mitteleuropa und treten vor allem in den wärmeren Monaten in größerer Zahl auf. Sie gelten grundsätzlich als Überträger verschiedener Viren, die Wiederkäuer betreffen können. Da diese Mücken auf ein feuchtwarmes Klima angewiesen sind, hängt ihr Vorkommen stark von den jeweiligen Witterungsbedingungen einer Saison ab. Eine wirksame Bekämpfung der Insekten in der freien Landschaft gilt allgemein als schwierig, weshalb sich Maßnahmen gegen durch Gnitzen übertragene Krankheiten meist auf die Behandlung von Symptomen bei den betroffenen Tieren beschränken.