Ein 59-jähriger spanischer Staatsangehöriger ist am Dienstagabend am Flughafen Wien in Schwechat zusammengebrochen und konnte durch das rasche Eingreifen mehrerer Personen reanimiert werden. Der Mann zeigte nach den Wiederbelebungsmaßnahmen wieder Vitalzeichen und wurde ins Krankenhaus Eisenstadt gebracht. Das geht aus einer Aussendung der Landespolizeidirektion Niederösterreich hervor.
Zusammenbruch vor einem Geschäft am Flughafen
Der Vorfall ereignete sich nach 22.00 Uhr vor einem Geschäft am Flughafen. Der 59-Jährige brach dort zusammen. Eine Mitarbeiterin des Geschäfts holte umgehend einen Defibrillator aus einem Bereich hinter den Abfertigungskojen.
Ein Polizist wurde auf die Mitarbeiterin aufmerksam und eilte zu dem Geschäft. Der Beamte ist in seiner Freizeit auch als Sanitäter tätig. Parallel dazu begannen bereits Passagiere mit der Reanimation des am Boden liegenden Mannes.
Der Polizist übernahm gemeinsam mit einer zufällig anwesenden Krankenschwester die weiteren Reanimationsmaßnahmen. Die Krankenschwester befand sich selbst als Passagierin am Flughafen. Der Defibrillator kam mehrmals zum Einsatz, zudem wurde eine anhaltende Herzdruckmassage durchgeführt.
Durch die Maßnahmen konnten bei dem 59-Jährigen wieder Vitalzeichen festgestellt werden. Er wurde anschließend der Rettung übergeben und in das Krankenhaus Eisenstadt gebracht.
Erste Hilfe durch Laien und Fachpersonal
Bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand zählt grundsätzlich jede Minute. Ohne Sauerstoffzufuhr können bereits nach kurzer Zeit irreversible Schäden am Gehirn entstehen. Deshalb kommt es bei solchen Notfällen maßgeblich darauf an, dass Anwesende sofort mit einer Herzdruckmassage beginnen, noch bevor professionelle Rettungskräfte eintreffen.
Öffentlich zugängliche Defibrillatoren, sogenannte automatisierte externe Defibrillatoren (AED), sind für den Einsatz durch Laien konzipiert. Die Geräte geben akustische und visuelle Anweisungen vor und analysieren den Herzrhythmus selbstständig, bevor sie gegebenenfalls einen Elektroschock abgeben. An stark frequentierten Orten wie Flughäfen, Bahnhöfen oder Einkaufszentren sind solche Geräte in vielen Fällen fest installiert und für Mitarbeiter sowie Besucher zugänglich.
Auch die Kombination aus Herzdruckmassage und Defibrillator ersetzt grundsätzlich nicht die anschließende notärztliche und klinische Versorgung, erhöht aber die Überlebenschancen erheblich, wenn sie unmittelbar nach dem Kollaps einsetzt. In vielen Rettungsketten wird deshalb besonderer Wert auf die schnelle Verfügbarkeit von Defibrillatoren sowie auf Erste-Hilfe-Schulungen für Personal an stark frequentierten Standorten gelegt.







