Stadt Salzburg zählt 910 obdach- und wohnungslose Personen
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Stadt Salzburg zählt 910 obdach- und wohnungslose Personen

Die Stadt Salzburg hat im Vorjahr erstmals an einer EU-weiten Erfassung von Obdach- und Wohnungslosigkeit teilgenommen. Zum Stichtag im Oktober wurden dabei 910 betroffene Personen gezählt – zuzüglich 40 mitziehender Kinder.

Wo die Betroffenen untergebracht sind

Von den 910 erfassten Personen schliefen 323 auf der Straße oder in Notschlafstellen. 341 Menschen kamen vorübergehend bei Familie, Freunden oder Bekannten unter. 129 Personen lebten in Übergangswohnungen, 60 in öffentlichen Einrichtungen. Weitere 40 Personen hielten sich in unsicheren Wohnformen auf – etwa in Abbruchhäusern, häufig ohne Strom- und Wasseranschluss.

Wer betroffen ist

78 Prozent der erfassten Personen waren männlich, 22 Prozent weiblich. 41 Prozent besaßen die österreichische Staatsbürgerschaft, 30 Prozent waren Bürgerinnen und Bürger eines anderen EU-Staats, 29 Prozent stammten aus Drittstaaten.

Bei 48 Prozent der Betroffenen dauerte die Wohnungslosigkeit weniger als ein Jahr. Bei 36 Prozent war sie auf über zwei Jahre angelegt.

Maßnahmen der Stadt

Parallel zur Erfassung wurden laut den vorliegenden Angaben mehrere Maßnahmen umgesetzt: Die Wohnungsvergabe-Richtlinien wurden angepasst, sodass Notlagen stärker berücksichtigt werden. Zudem wurden der städtische Kautionsfonds und die Delogierungsprävention ausgebaut.