Steiermark erreicht Bevölkerungsrekord trotz Sterbeüberschuss – Zuwanderung gleicht Geburtenrückgang aus

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Die Steiermark hat zum Stichtag 1. Jänner 2026 mit 1.271.764 Einwohnerinnen und Einwohnern den höchsten Bevölkerungsstand ihrer Geschichte erreicht. Seit 2001 wächst die Bevölkerungszahl des Bundeslandes damit ununterbrochen jedes Jahr. Der Zuwachs zum Jahreswechsel 2025 auf 2026 fiel mit 48 Personen jedoch vergleichsweise gering aus.

Zuwachs trotz Sterbeüberschuss

Der geringe Zuwachs von 48 Personen kam zustande, obwohl es deutlich mehr Sterbefälle als Geburten gab. Ausgeglichen wurde dieser Rückgang durch Zuwanderung: Die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer in der Steiermark stieg im Vergleich zum 1. Jänner 2025 um 1,5 Prozent. Regional verlief die Entwicklung sehr unterschiedlich. Den größten Bevölkerungszuwachs verzeichneten der Großraum Graz und der Bezirk Leibnitz. Den markantesten Rückgang gab es hingegen in den Bezirken Murau und Bruck-Mürzzuschlag mit jeweils einem Minus von 0,9 Prozent.

Zum Stichtag lebten in der Steiermark 643.641 Frauen und 628.123 Männer. Auch bei der Verteilung von Frauen und Männern gibt es innerhalb des Bundeslandes Unterschiede: Im Bezirk Voitsberg leben steiermarkweit die wenigsten Männer im Verhältnis zu Frauen, während im Bezirk Weiz die meisten Männer in Relation zu Frauen registriert sind.

Alternde Bevölkerung mit Rekord bei Hundertjährigen

Der Anteil der Kinder und Jugendlichen unter 20 Jahren an der steirischen Bevölkerung liegt bei nicht einmal einem Fünftel. Demgegenüber steht ein Anteil von 22,6 Prozent an Personen ab 65 Jahren. Das Durchschnittsalter in der Steiermark beträgt 45,1 Jahre.

Am 1. Jänner 2026 waren 235 Frauen und 49 Männer in der Steiermark 100 Jahre oder älter – die höchste je verzeichnete Zahl an Hochbetagten in dieser Altersgruppe. Die älteste Steirerin war zum Stichtag 109 Jahre alt und hat mittlerweile als erst zweite Person in der Geschichte der Steiermark ihren 110. Geburtstag gefeiert. Der älteste Steirer ist 104 Jahre alt.

Auch bei der regionalen Altersstruktur zeigen sich deutliche Unterschiede. Graz-Stadt ist mit einem Durchschnittsalter von 41,5 Jahren der jüngste Bezirk des Bundeslandes, Kalsdorf mit 40,7 Jahren die jüngste Gemeinde. Am anderen Ende der Skala liegt Eisenerz mit einem Durchschnittsalter von 56,2 Jahren als älteste Gemeinde der Steiermark. Bundesweit zählen die Bezirke Bruck-Mürzzuschlag, Leoben und Murau zu jenen mit der ältesten Wohnbevölkerung Österreichs.

Demografischer Wandel als langfristiger Trend

Die Entwicklung in der Steiermark spiegelt einen Trend wider, der in vielen Regionen Mitteleuropas zu beobachten ist. Grundsätzlich sorgt eine Kombination aus steigender Lebenserwartung und rückläufigen Geburtenzahlen dafür, dass der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung wächst, während der Anteil jüngerer Altersgruppen sinkt. Bevölkerungsstatistiken erfassen solche Verschiebungen üblicherweise anhand von Kennzahlen wie dem Durchschnittsalter, der Zahl der Geburten und Sterbefälle sowie der Wanderungsbilanz, also der Differenz zwischen Zu- und Abwanderung.

In strukturschwächeren, oft ländlich geprägten Regionen führt diese Entwicklung häufig dazu, dass junge Menschen aus beruflichen oder Ausbildungsgründen in größere Städte abwandern, während ältere Bevölkerungsgruppen vor Ort bleiben. Ballungsräume wie Landeshauptstädte profitieren dagegen häufig von Zuzug aus dem Umland sowie aus dem Ausland, was sich dämpfend auf die dortige Alterung auswirken kann. Für die amtliche Statistik sind solche Bevölkerungsstände zum Jahreswechsel eine wichtige Grundlage, etwa für die Planung von Infrastruktur, Bildungseinrichtungen oder Pflegeangeboten in den einzelnen Regionen.