Trockenheit in der Steiermark: Ernteausfälle und steigende Kosten für Landwirte
In Teilen der Steiermark fehlen derzeit fast 70 Prozent des üblichen Jahresniederschlags. Landwirte in der Region verzeichnen erhebliche Einbußen bei Ernte und Futterertrag.
Kartoffelernte stark beeinträchtigt
Anton Trettenbrein, Landwirt aus Spielberg, ist von der anhaltenden Trockenheit auf seinen Feldern betroffen. Das Wachstum der Kartoffelpflanzen ist zum Stillstand gekommen. Viele der geernteten Kartoffeln sind zu klein und damit unverkäuflich. Zusätzlich bereitet die Wasserversorgung Probleme: Das Grundwasser im Murtal liegt zwischen 20 und 30 Meter Tiefe. Die Kosten für das Heraufbringen des Wassers zur Bewässerung bezeichnet Trettenbrein als immens.
Wiesen ausgebrannt, Futterversorgung gefährdet
Herbert Grangl, Milchbauer in Apfelberg, meldet ebenfalls deutliche Einbußen. Seine Wiesen sind stellenweise völlig ausgebrannt. Bis zum aktuellen Zeitpunkt hat Grangl lediglich zwei Mal gemäht. Der Ertrag lag dabei zwischen einem Drittel und bis zu 50 Prozent unter dem üblichen Niveau. Für die Wintermonate muss entweder Futter zugekauft oder der Viehbestand reduziert werden.
Bereits trockenes Frühjahr vorausgegangen
Die aktuelle Situation folgt auf ein bereits sehr trockenes Frühjahr, in dem die Region bis zu 80 Prozent weniger Niederschlag als üblich verzeichnete. Steigende Temperaturen ziehen zudem mehr Feuchtigkeit aus den Böden. Hinzu kommt eine längere Vegetationsperiode, die den Wasserbedarf der Pflanzen erhöht.





