Steiermark: Zahl der Friseurlehrlinge hat sich in zehn Jahren halbiert

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Zahl der Friseurlehrlinge in der Steiermark hat sich halbiert

In der Steiermark ist die Zahl der Friseurlehrlinge in den vergangenen rund zehn Jahren deutlich zurückgegangen. Waren es vor einem Jahrzehnt noch 625 Lehrlinge in der Ausbildung zur Friseurin und Perückenmacherin, sind es zuletzt nur noch 315 gewesen. Der Großteil der Auszubildenden war weiblich.

Strukturelle Herausforderungen bei der Ausbildung

In der Steiermark gibt es rund 1.800 Friseurbetriebe. 54 Prozent davon sind Ein-Personen-Unternehmen, in denen Lehrlinge nur in den seltensten Fällen ausgebildet werden. Damit fällt ein erheblicher Teil der Betriebe als mögliche Ausbildungsstätte weg.

Steirische Friseurinnungsmeisterin Doris Schneider nennt weitere Faktoren: Förderungen für Lehrlinge seien teilweise gestrichen oder gekürzt worden. Zudem hätten viele Betriebe auf eine Vier-Tage-Woche umgestellt, während Lehrlinge gesetzlich 40 Stunden pro Woche beschäftigt werden müssen. Zehn Arbeitsstunden pro Tag sind derzeit nicht erlaubt. Schneider fordert deshalb flexiblere Arbeitszeitregelungen.

Neuer Kollektivvertrag verbessert Lehrlingsentgelte

Mit einem neuen Kollektivvertrag sind die Gehälter im Friseurberuf angehoben worden. Im ersten Lehrjahr werden nun 804 Euro brutto bezahlt, im letzten Lehrjahr 1.350 Euro brutto. Im ersten Berufsjahr nach der Ausbildung beträgt das Mindestgehalt 2.071 Euro brutto.