Suche nach asiatischem Hornissennest in Tirol: Erstmals Sender-Methode im Einsatz

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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In Kössen im Bezirk Kitzbühel dauert die Suche nach dem Nest einer asiatischen Hornisse weiter an. Seit vier Tagen versuchen Expertinnen und Experten des Landes gemeinsam mit Imkern vor Ort, den genauen Standort des Nests zu finden. Am Freitag erhielten sie dabei Verstärkung aus Vorarlberg.

Besenderte Hornissen als Spur zum Nest

Um das Nest aufzuspüren, setzen die Fachleute auf eine besondere Methode: Einzelne Hornissen werden gefangen und mit einem kleinen Sender versehen. Die Idee dahinter ist, dass die besenderten Tiere die Experten direkt zu ihrem Nest führen. Laut Andreas Tschöll, dem Leiter des Amtlichen Pflanzenschutzdienstes Tirol, wird diese Technik in Österreich erstmals angewendet.

Der erste Versuch verlief allerdings nicht wie geplant. Die besenderte Hornisse konnte nicht fliegen. Der Sender dürfte für das Tier zu groß beziehungsweise zu schwer gewesen sein. Nun soll eine andere Hornisse gefangen werden, die den Sender tragen kann, um den Versuch fortzusetzen.

Tschöll berichtete zudem, dass in den vergangenen Tagen zahlreiche Falschmeldungen über Hornissensichtungen bei den Behörden eingegangen seien.

Erkennungsmerkmale einer invasiven Art

Die asiatische Hornisse lässt sich anhand mehrerer äußerer Merkmale von heimischen Insekten unterscheiden. Sie hat einen schwarzen Körper, ein breites orangefarbenes Band am Hinterkörper sowie gelbe Beine. Die Art stammt ursprünglich nicht aus Europa und gilt hierzulande als invasiv, da sie sich extrem schnell ausbreitet.

Die asiatische Hornisse ernährt sich von Insekten und Honigbienen. Aus diesem Grund gilt sie als Gefahr für die heimische Biodiversität. Ihre Anwesenheit kann sich insbesondere auf Bienenvölker und andere Insektenpopulationen in der jeweiligen Region auswirken.

Bekämpfung invasiver Insektenarten

Grundsätzlich gilt bei invasiven Arten wie der asiatischen Hornisse, dass ein frühzeitiges Auffinden von Nestern entscheidend für eine wirksame Bekämpfung ist. Je länger ein Nest unentdeckt bleibt, desto größer kann die Zahl der Tiere werden, die sich von dort aus in einer Region ausbreiten. Behörden und Fachstellen sind deshalb bei Verdachtsfällen häufig auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen, um mögliche Sichtungen frühzeitig zu überprüfen.

Bei der Suche nach Nestern kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz. Neben der klassischen Beobachtung von Flugbewegungen einzelner Tiere wird, wie im aktuellen Fall in Tirol, zunehmend auch versucht, einzelne Insekten technisch zu markieren, um deren Flugrouten nachzuvollziehen. Solche Verfahren erfordern jedoch eine sorgfältige Abstimmung von Sendergröße und Gewicht auf die Größe des jeweiligen Insekts, damit die Tiere in ihrem natürlichen Flugverhalten nicht beeinträchtigt werden.

Da Verwechslungen mit heimischen Hornissen- oder Wespenarten häufig vorkommen, prüfen Fachstellen gemeldete Sichtungen üblicherweise genau, bevor Maßnahmen eingeleitet werden. Nicht jede gemeldete Beobachtung bestätigt sich im Nachhinein als tatsächlicher Fund der asiatischen Hornisse.