Tiergarten Schönbrunn wildert 8.000 Moorfrosch-Kaulquappen in Kärnten aus
Dieses Thema Freunden empfehlen

Tiergarten Schönbrunn siedelt 8.000 Moorfrosch-Kaulquappen in Kärnten an

Rund 8.000 Moorfrosch-Kaulquappen sind nach einer rund zehnwöchigen Aufzucht im Tiergarten Schönbrunn nach Kärnten übersiedelt. Dort sollen sie in zwei renaturierten Teichen eingesetzt werden. Der Moorfrosch gilt in Österreich als gefährdet, die Populationen haben in der Vergangenheit deutliche Einbrüche erlitten.

Im Frühjahr wurde Moorfrosch-Laich aus Kärnten in den Tiergarten Schönbrunn gebracht. Dort wurden die Kaulquappen unter optimalen Bedingungen aufgezogen. Sobald den Tieren die Hinterbeine wuchsen, erfolgte die Rückkehr nach Kärnten. Spezielle schwimmende Netzkäfige sollen die jungen Moorfrösche an den Aussetzungsstandorten schützen.

Erstmaliger Einsatz des „One Plan Approach“ für Amphibien in Österreich

Das Projekt ist Teil des Biodiversitätsfonds-Projekts „Vernässen und Vertiefen“ und setzt erstmals für Amphibien in Österreich den sogenannten „One Plan Approach“ um. Dieser Ansatz verknüpft Artenschutzmaßnahmen außerhalb und innerhalb natürlicher Lebensräume miteinander.

Der Tiergarten Schönbrunn arbeitet dabei mit den Amphibienexperten Marc Sztatecsny und Florian Glaser sowie der ARGE Naturschutz zusammen. Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Doris Preininger sind ebenfalls an dem Projekt beteiligt. Eine Besonderheit der Art: Männliche Moorfrösche färben sich zur Paarungszeit himmelblau.