Schulsuspendierungen in Tirol deutlich zurückgegangen
Im Schuljahr 2025/26 wurden in Tirol rund 120 Schülerinnen und Schüler vom Unterricht suspendiert. Im Vorjahr hatte die Zahl noch bei 160 Fällen gelegen – dem vorläufig höchsten Wert der vergangenen Jahre. Der Rückgang beträgt damit knapp ein Viertel.
In früheren Schuljahren hatte die Zahl der Suspendierungen bei 105 beziehungsweise 90 Fällen gelegen. Einen dauerhaften Schulausschluss gab es im Schuljahr 2025/26 keinen. Zuletzt waren vollständige Schulverweise im Schuljahr 2023/24 ausgesprochen worden, damals drei Mal.
Gründe für Suspendierungen
Suspendierungen werden bei grobem Fehlverhalten ausgesprochen. Als häufigste Auslöser gelten körperliche Gewalt und Drohungen. Weitere Gründe sind unsittliches Verhalten wie Beschimpfungen und Beleidigungen sowie Verhalten mit nationalsozialistischem Bezug. Im Schuljahr 2025/26 führten zudem Amoklauf-Androhungen und Sachbeschädigungen zu Suspendierungen.
Tiroler Interventionsmodell
Vor wenigen Jahren wurde das sogenannte Tiroler Interventionsmodell entwickelt. Dabei werden betroffene Schülerinnen und Schüler außerhalb des Klassenverbandes betreut und für kurze Zeit getrennt unterrichtet. Zum Einsatz kommen multiprofessionelle Teams, darunter Schulpsychologie und Schulsozialarbeit. Im Jahr 2023 stellte das Land Tirol zusätzliche Ressourcen für Interventionslehrpersonen bereit. Insgesamt sind vier Vollzeit-Lehrpersonen in allen Tiroler Bildungsregionen – Ost, Mitte und West – tätig.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.






