Tirols Kinder- und Jugendanwalt gegen geplantes Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige
Die Kinder- und Jugendanwaltschaft Tirol hat ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2024/25 vorgestellt. Kinder- und Jugendanwalt Lukas Trentini nutzte die Gelegenheit, um sich gegen ein bundesweit diskutiertes Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren auszusprechen.
Statt eines Verbots regte Trentini eine sogenannte Kompetenzausbildung an. Zudem forderte er mehr gesetzliche Verankerungen im analogen Raum.
Fallzahlen gestiegen
Der Tätigkeitsbericht zeigt einen deutlichen Anstieg der verzeichneten Fälle: Im Jahr 2024 wurden 350 Fälle registriert, im Jahr 2025 stieg die Zahl auf 430. Die Problemstellungen reichten von Trennungen der Eltern über Mobbing und andere Gewalterfahrungen bis hin zu strafrechtlichen Themen.
Der Bericht legte einen Schwerpunkt auf strukturelle Mängel, darunter eine zu geringe Anzahl an Krisenplätzen für Kinder und Jugendliche. Trentini forderte in diesem Zusammenhang auch eine niederschwellige Beschwerdemöglichkeit.
Forderungen für Ferienlager
Darüber hinaus sprach sich Trentini für eine verpflichtende Registrierung sowie die Vorlage eines Strafregisterauszuges für Betreuungspersonal bei Ferienlagern aus. An der Pressekonferenz nahmen neben Trentini auch Juristin Simone Altenberger und Sozialarbeiter Martin Ritzer teil, beide Mitarbeiter der Kinder- und Jugendanwaltschaft Tirol.








